Der Mythus des 20. Jahrhunderts
| Daten zum Buch | |
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| Deutscher Titel: | Der Mythus des 20. Jahrhunderts |
| Autor(en): | Alfred Rosenberg |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | Hoheneichen-Verlag |
| Serie: | |
| Erscheinungsjahr: | 1930 |
| Seitenanzahl: | 712 Seiten |
| Originaltitel: | - |
| Originalsprache: | deutsch |
| ISBN-10: | |
| ISBN-13/
EAN-Code: | |
| Schlagwörter: | Nationalsozialismus, Rassenseele, Antisemitismus, Weltanschauung |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Ideologie |
| Rezensionen | |
Der Mythus des 20. Jahrhunderts ist die 1930 erschienene Weltanschauungsschrift Alfred Rosenbergs. Nach Mein Kampf war sie das zweite ideologische Buch der NSDAP – weitschweifiger, priesterlicher und in der Sache dieselbe Feinderklärung.
Inhalt
Rosenberg, Architekt aus Reval, war über Dietrich Eckart zu Hitler gekommen und schrieb bereits in den frühen zwanziger Jahren Hetzschriften gegen die Juden, die Protokolle der Weisen von Zion und den „völkischen Staat“. Der Mythus sollte daraus eine Lehre machen, die den Aufstieg der Partei als welthistorische Wende erscheinen ließ. In drei Büchern – über Werte, über Kunst, über das kommende Reich – behauptet er, alle abendländische Kultur stamme von germanischen Stämmen; ihren Niedergang hätten Rom, die Priester, die Freimaurer und „das internationale Judentum“ gemeinsam betrieben. Was jetzt komme, sei ein Reich aus dem „Mythus des Blutes“.
Als Kronzeugen einer künftigen deutschen Religion bemüht er Meister Eckhart. Kunst gilt ihm als Ausfluss einer nordischen „Rassenseele“, deren höchster Wert die Ehre sei. Im dritten Teil wird daraus Staatskunde: Aus einem germanischen Menschentyp, so die Verheißung, ließen sich Staat und Leben neu errichten. Neu ist daran wenig. Die Feinde sind dieselben wie in Mein Kampf, nur in einem Ton vorgetragen, der sich für Philosophie hält. Rosenberg hat sich als Vollender von Chamberlains Die Grundlagen des 19. Jahrhunderts und der Schriften Paul de Lagardes gesehen; was er hinzufügt, ist vor allem Länge und der Anspruch, eine Kirche zu ersetzen.
Gedruckt wurde das Buch im parteinahen Hoheneichen-Verlag in Auflagen, die in die Hunderttausende gingen; Parteidienststellen legten es aus, Schulungsleiter zitierten daraus. Gelesen wurde es weit weniger, als die Zahlen suggerieren. Hitler selbst hat sich später abfällig über den Stil geäußert. Trotzdem war Rosenberg nicht folgenlos: Als Reichsminister für die besetzten Ostgebiete und als Chef des Einsatzstabs Reichsleiter Rosenberg gehörte der Autor zu denen, die die im Buch beschriebene Rangordnung in Verwaltung und Raub übersetzten. 1946 wurde er in Nürnberg gehängt.
Einordnung
Der Mythus ist das Dokument eines Mannes, der den Nationalsozialismus für eine Metaphysik halten wollte. Gerade deshalb gehört er in die Kategorie Bücher mit verheerender Wirkung. Mein Kampf sagt, was zu tun sei; Rosenberg sagt, warum das Tun heilig sei. Beides zusammen – das Programm und die Weihe – hat die Tat erleichtert. Neuauflagen ohne Apparat kommen heute von Verlagen, die den Text weiterreichen wollen, nicht erforschen; sie werden hier nicht genannt.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
Später durchgesehen: Ein zweites KI-Sprachmodell hat den Text geprüft und einzelne Formulierungen berichtigt (Claude Opus 5, Anthropic). Bestand, Auswahl und Ausgabendaten blieben dabei unverändert; welche Sätze geändert wurden, zeigt die Versionsgeschichte.