Die Wurzeln des Lebens

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Die Wurzeln des Lebens
Autor(en): Richard Powers
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: S. Fischer
Serie:
Erscheinungsjahr: 2018
Seitenanzahl: 618 Seiten
Originaltitel: The Overstory
Originalsprache: englisch
ISBN-10: 3103973721
ISBN-13/

EAN-Code:

9783103973723
Schlagwörter: Bäume, Klima, Aktivismus, USA
Sachgebiete: Roman
Rezensionen

The Overstory erschien 2018, deutsch als Die Wurzeln des Lebens. Richard Powers schreibt einen Roman, dessen eigentliche Figuren Bäume sind. Pulitzerpreis. Danach war Klima in der ernsthaften Prosa kein Motiv mehr, das man am Rand abhandeln konnte.

Inhalt

Neun Menschenleben werden zuerst einzeln gepflanzt. Eine Familie fotografiert über Generationen denselben Kastanienbaum in Iowa, bis das Sterben der Art den Hof einholt. Eine Dendrologin behauptet, Bäume teilten sich über die Wurzeln Nachrichten, und wird dafür aus der Wissenschaft gelacht, später recht gegeben. Ein Spieledesigner im Rollstuhl baut Welten, die wachsen. Eine junge Frau überlebt einen Stromschlag und hört fortan, was die anderen nicht hören.

Die Linien laufen in den kalifornischen Urwäldern zusammen. Aktivisten besetzen Mammutbäume, ketten sich, sabotieren später Maschinen. Powers erzählt den Widerstand ohne Heiligenschein: Eitelkeit, Liebe, der Rausch, auf der richtigen Seite zu stehen, der Moment, in dem aus Besetzung Brandstiftung wird. Eine Frau stirbt. Einer geht für Jahrzehnte ins Gefängnis. Die Bäume, um die es ging, fallen trotzdem oder stehen noch, in einer Zeit, die Menschenleben nicht misst.

»Overstory« ist das Kronendach – die Schicht, die man von unten nicht sieht. Der Roman zwingt den Leser in diese Schicht: Menschengeschichten als Unterholz. Powers schreibt mit dem Pathos eines Naturkundlers, der die Wissenschaft gelesen hat und sie nicht in Dialogfütterung auflöst. Am Ende keimt etwas, das kein Trost ist. Es ist nur langsamer als wir.

Einordnung

Das Buch hat cli-fi aus der Nische geholt, ohne ein Pamphlet zu werden. Es bleibt erzählerisch überladen und genau darin angemessen: Eine Krise, die Jahrhunderte dauert, braucht mehr als eine Biographie. Neben den Gesellschaftsromanen des Jahrzehnts steht hier die Verschiebung des Maßstabs – weg vom Paar, hin zum Bestand.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.