Ein einfaches Leben

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Ein einfaches Leben
Autor(en): Min Jin Lee
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: dtv
Serie:
Erscheinungsjahr: 2017
Seitenanzahl: 552 Seiten
Originaltitel: Pachinko
Originalsprache: englisch
ISBN-10: 3423147504
ISBN-13/

EAN-Code:

9783423147507
Schlagwörter: Korea, Japan, Familie, Zainichi
Sachgebiete: Roman
Rezensionen

Pachinko erschien 2017, deutsch unter dem Titel Ein einfaches Leben. Min Jin Lee erzählt vier Generationen einer koreanischen Familie in Japan – von der Kolonialzeit bis in die achtziger Jahre. Der amerikanische Titel nennt das Spiel, das den Ausgeschlossenen blieb; der deutsche nennt, was daraus werden sollte und nicht wurde.

Inhalt

Sunja wächst auf der Insel Yeongdo bei Busan auf. Sie wird von Koh Hansu schwanger, einem reichen Koreaner aus Japan, der schon verheiratet ist. Sie weigert sich, die Geliebte zu sein, und heiratet Isak, einen kranken presbyterianischen Prediger, der nach Osaka will. In den Slums von Ikaino beginnt das Leben als Zainichi: Arbeit, Scham, die japanische Sprache, die koreanische Küche, die Polizei.

Isak stirbt nach einer Haft, weil er den Shinto-Zwang nicht mitmacht. Sunja und die Schwägerin Kyunghee halten die Familie mit Kimchi und später mit Hansus undurchsichtiger Hilfe am Leben. Die Söhne teilen sich das Jahrhundert: Noa lernt, wird Japaner im Auftreten, erfährt, wer der leibliche Vater ist, und zerbricht daran. Mozasu verdient im Pachinko, dem Glücksspiel, das Koreanern offenstand, weil andere Berufe geschlossen waren. Der Enkel Solomon versucht es in der Finanzwelt und trifft dieselbe Glasdecke in neuem Stoff.

Lee schreibt ohne Magie und ohne Anklage als Dauerzustand. Diskriminierung ist Alltag, nicht Höhepunkt. »History has failed us, but no matter« – der erste Satz – gilt für ein Leben, das trotzdem eingerichtet wird: Kirche, Spielhalle, Schule, die Frage, ob man den Namen behält. Das Epos ist schlicht, fast chronikalisch. Die Gewalt liegt in der Wiederholung.

Einordnung

Ein transpazifischer Familienroman, den die Verfilmung noch einmal vergrößert hat. Lee macht eine Geschichte sichtbar, die im westlichen Kanon fehlte: die Koreaner in Japan, weder Kolonie noch Einwanderung im amerikanischen Sinn. Neben Underground Railroad steht hier die andere lange Unfreiheit des 20. Jahrhunderts – ohne Bahn unter der Erde, mit Automaten, in denen Kugeln fallen.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.