Die Geschichte der Postmoderne

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Charles Jencks · 2011 · Sachbuch, Kunstgeschichte
Das Werk
Deutscher Titel: Die Geschichte der Postmoderne
Autor(en): Charles Jencks
Originaltitel: The Story of Post-Modernism. Five Decades of the Ironic, Iconic and Critical in Architecture
Originalsprache: englisch
Erstveröffentlichung: 2011
Schlagwörter: Postmoderne, Architektur, Ironie, Pluralität
Sachgebiete: Sachbuch, Kunstgeschichte
Greifbare Ausgabe
Verlag: Wiley


Umfang dieser Ausgabe: 272 Seiten
ISBN: 9780470688953
Verweise
Umschlag

Die Geschichte der Postmoderne (englisch The Story of Post-Modernism. Five Decades of the Ironic, Iconic and Critical in Architecture) ist das 2011 bei John Wiley & Sons erschienene letzte Buch des Architekturtheoretikers Charles Jencks. Es erzählt die Postmoderne in Kunst und Baukunst seit den frühen sechziger Jahren und behauptet, seit der Jahrtausendwende habe die Richtung eine tiefe Wiedergeburt erlebt, die zu untersuchen sei. Eine deutsche Ausgabe gibt es nicht; ältere Bücher von Jencks, namentlich Die Sprache der postmodernen Architektur, waren ins Deutsche gelangt. Der Band ist reich bebildert und in sieben Teile gegliedert, die zeitlich geordnet sind und einander überlappen.

Inhalt

Jencks schreibt gegen zwei Begräbnisse: gegen die Behauptung, die Moderne habe gesiegt und bleibe das Ziel des Erdkreises, und gegen die Behauptung, die Postmoderne sei in den neunziger Jahren gestorben. Den Bindestrich im englischen Titel behält er, weil er die Doppelkodierung unterstreicht: nach der Moderne und mit ihr. Er unterscheidet drei Lagen, die das Buch selbst so setzt: die künstlerische Bewegung; die massenkulturelle Ware, bisweilen Kitsch; und die gesellschaftliche Lage nach der Moderne. Die Moderne, Modernisierung und Neuzeit seien für einen großen Teil der Welt noch gewünschte Zustände; die Nachmoderne betreffe eine Minderheit der Kultur. Gegen das Wortungetüm setzt er Abkürzungen, die er selbst als Ermüdung kennt und dennoch braucht, um Streit um die Schreibung nicht mit Streit um die Sache zu verwechseln.

Die Behauptung entfaltet sich an Bauten und Gedankenlinien, die aufsteigen und abfallen. Jedes Kapitel rückt Hauptwerke einer Spanne ins Bild und liest sie genau, mit Diagrammen, die Jencks seit den siebziger Jahren als Werkzeug nutzt. Die moralischen Niederlagen der Moderne, ihre wiederkehrenden Tode, der Triumph der Leere, die Revisionisten und Le Corbusier bilden den Auftakt. Danach folgen Ironie, Zeichenhaftigkeit und Kritik als drei Haltungen, die das Untertitelwort nennt. Colin Fournier hat den Band als Neubewertung gelesen; Elie Haddad hatte Jencks’ Geschichtsschreibung der Postmoderne schon zuvor als eigenen Gegenstand beschrieben. Zehn Bauten, die einen Unterschied machten, dienen Jencks später auch als öffentliche Liste der Wiederkehr.

Unsicher wird das Buch, wo der Historiograph der Bewegung ihr Anwalt bleibt. Gegner haben die Postmoderne für Kulisse und Beliebigkeit erklärt; Jencks antwortet mit Pluralität und Doppelkodierung, ohne den Vorwurf des Kitsch zu leugnen – er lagert ihn in die massenkulturelle Spielart aus. Er weiß, dass er seit Jahrzehnten dieselbe These verfeinert, und beharrt darauf, dass die Wiedergeburt nach 2000 kein Gespenst sei. Der Ton ist der des Kenners, der Bilder sprechen lässt, zugänglich für Leser, die die Hochzeit der siebziger und achtziger Jahre nicht miterlebt haben. Eine Theorie der Gesellschaft liefert er nicht; die Grenze ist die der Architekturgeschichte, die Kultur meint und Stadt meint.

Einordnung

Als letztes Buch von Jencks schließt der Band eine Lebensarbeit, die die Postmoderne benannt, periodisiert und gegen ihre Totgesagten verteidigt hat. Nachbarschaft hat er zu Die Sprache der postmodernen Architektur, das die alternative Überlieferung zuerst faßte, und zu allgemeineren Kunsttheorien der Erfahrung, etwa Kunst als Erfahrung, die das Bauen nicht so zeichenhaft lesen. Wiley-VCH hat den englischen Text im deutschen Buchhandel gehalten; übersetzt wurde er nicht. Die Wikipedia-Notizen bleiben dünn, der Einfluss auf die Architekturdebatte nicht.

Geblieben ist die Wette, dass Ironie, Zeichen und Kritik nach der Jahrtausendwende wieder zählen. Wer nach 2011 über postmoderne Baukunst spricht, spricht in einem Feld, das Jencks jahrzehntelang vermessen hat; dieses Buch ist die Summe und die Anzeige der Wiederkehr, parteilich und als solche zu lesen.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.