Die Geschichte vom Prinzen Genji
| Daten zum Buch | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Die Geschichte vom Prinzen Genji |
| Autor(en): | Murasaki Shikibu |
| Herausgeber: | Oscar Benl |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | Manesse |
| Serie: | |
| Erscheinungsjahr: | 1008 |
| Seitenanzahl: | 894 Seiten |
| Originaltitel: | Genji monogatari |
| Originalsprache: | japanisch |
| ISBN-10: | 3717523643 |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783717523642 |
| Schlagwörter: | Heian-Zeit, Hof, Liebe, Japan |
| Sachgebiete: | Roman |
| Rezensionen | |
Die Geschichte vom Prinzen Genji ist der um 1008 vollendete Roman der Hofdame Murasaki Shikibu. Er gilt als das erste psychologische Großwerk der Weltliteratur – entstanden am Kaiserhof zu Heiankyō, Jahrhunderte bevor Europa den Roman erfand.
Inhalt
Hikaru Genji, der leuchtende Prinz, ist kaiserlicher Sohn ohne Thronanspruch. Zwölfjährig verheiratet man ihn mit einer älteren Tante; er betrügt sie, auch mit der Stiefmutter Fujitsubo, und das Kind aus dieser Verbindung wird, ohne dass der Kaiser es weiß, Thronfolger. Die Frau seines Lebens wird Murasaki, ein Mädchen, das er erzieht und heiratet – schön, klug, und doch nie die einzige. Der Hof ist die Bühne: Feste, Gedichte, Rangstreit, das leise Unglück der Frauen hinter Gittern.
Ein Verhältnis mit einer kaiserlichen Konkubine führt in die Verbannung nach Suma und Akashi. Die Kapitel des Exils gehören zu den berühmtesten des Buchs; Natur, Musik und Scham ersetzen hier die Intrige. Die Thronbesteigung seines heimlichen Sohnes holt Genji zurück und gibt ihm Würden. Dann verlässt ihn das Glück: Eine Favoritin gebiert ein Kind, das nicht von ihm ist und doch als seins gilt; Murasaki stirbt; Genji zieht sich zurück. Die letzten Bücher spielen in Uji, abseits der Hauptstadt. Held ist nun Kaoru, den die Welt für Genjis Sohn hält. Seine Liebe zu den Schwestern dort und das Eingreifen des Prinzen Niou enden unglücklich – der Glanz des Anfangs ist verbraucht.
Vierundfünfzig Bücher sind es, nicht in der Reihenfolge geschrieben, in der sie heute stehen, und ein oder zwei Kapitel wohl von anderer Hand. Die niederen Stände und die Wirtschaft des Landes kommen kaum vor; was Murasaki kennt, ist der Hof, und den zeichnet sie so genau, dass er zugleich Ideal und Gefängnis ist. Liebe ist hier ein System aus Rang, Jahreszeit und Gedichtzeile, und scheitert trotzdem an denselben Eifersüchten wie anderswo.
Einordnung
In Japan ist das Genji monogatari kanonisch wie in Europa die Odyssee: kommentiert, gemalt, parodiert, in jeder Epoche neu gelesen. Arthur Waley hat es dem Westen in den zwanziger Jahren geöffnet, Oscar Benl dem deutschen. Wer eine Erfindung des europäischen 19. Jahrhunderts für den Roman hält, wird hier eines Besseren belehrt – vorausgesetzt, er hält die Länge aus. Das Buch verlangt Zeit, und es lohnt sie, weil es nicht das Abenteuer eines Helden erzählt, sondern das Vergehen einer Welt in Bewusstseinen.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.