Das Problem des Unglaubens im 16. Jahrhundert

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Lucien Febvre · 1942 · Sachbuch, Geschichte
Das Werk
Deutscher Titel: Das Problem des Unglaubens im 16. Jahrhundert
Autor(en): Lucien Febvre
Originaltitel: Le problème de l’incroyance au XVIe siècle. La religion de Rabelais
Originalsprache: französisch
Erstveröffentlichung: 1942
Schlagwörter: Mentalität, Rabelais, Unglaube, 16. Jahrhundert
Sachgebiete: Sachbuch, Geschichte
Greifbare Ausgabe
Verlag: Klett-Cotta


Umfang dieser Ausgabe: 512 Seiten
ISBN: 9783608941902
Verweise
Umschlag

Das Problem des Unglaubens im 16. Jahrhundert. Die Religion des Rabelais (französisch Le problème de l’incroyance au XVIe siècle) ist die 1942 erschienene Untersuchung von Lucien Febvre. Sie zeigt, dass moderner Unglaube im Jahrhundert Rabelais’ keine verfügbare Haltung war.

Inhalt

Febvre nimmt die alte These auseinander, Rabelais sei ein Atheist gewesen, der sich verkleidet habe. Was Menschen für möglich halten, hängt an den Werkzeugen ihrer Zeit: Sprache, Wissenschaft, der Himmel, der noch voll ist. Wer im 16. Jahrhundert zweifelt, zweifelt anders als ein Freigeist des 18. Mentalität ist hier nicht Stimmung, sondern der Horizont des Denkbaren.

Das Buch ist polemisch gegen eine Geistesgeschichte, die große Zweifler in alle Jahrhunderte zurückprojiziert. Rabelais wird frommer und fremder. Die Religion der Zeit ist dicht, nicht eine Hülle über der Moderne.

Febvre schreibt als Mitgründer der Annales: das Innere gehört zur Geschichte, sobald man es datiert. Der Krieg, in dem das Buch erschien, steht nicht im Text und lastet auf der Geste: Verstehen ohne Anachronismus, auch wo der Anachronismus tröstet.

Einordnung

Ohne Febvre sind die Annales Braudels Meer und Blochs Lehen. Mit ihm sind sie eine Lehre vom Selbstverständlichen. In Die Annales-Schule in zehn Büchern steht der Band als das Mentalitätswerkzeug der Gründer. Wer nur Sozialgeschichte will, hat Febvre gegen sich; wer nur Ideen will, hat ihn auch.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.