Die Physik des Unmöglichen

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Michio Kaku · 2008 · Sachbuch, Naturwissenschaft
Das Werk
Deutscher Titel: Die Physik des Unmöglichen
Autor(en): Michio Kaku
Originaltitel: Physics of the Impossible
Originalsprache: englisch
Erstveröffentlichung: 2008
Schlagwörter: Physik, Unmögliches, Zukunft, Naturgesetz
Sachgebiete: Sachbuch, Naturwissenschaft
Greifbare Ausgabe
Verlag: Rowohlt


Umfang dieser Ausgabe: 414 Seiten
ISBN: 9783498035402
Verweise
Umschlag

Die Physik des Unmöglichen (englisch Physics of the Impossible) ist das 2008 erschienene Sachbuch von Michio Kaku über Techniken, die die Zukunftserzählung kennt und die Physik entweder bald, in Jahrtausenden oder niemals zulassen wird. Kraftfelder, Unsichtbarkeit, Versetzung von Körpern, Zeitreisen, der Antrieb über Lichtgeschwindigkeit: Kaku sortiert das Unmögliche in drei Klassen und prüft jede an den Naturgesetzen, nicht an der Lust der Erfindung. Die deutsche Übersetzung von Hubert Mania kam im selben Jahr bei Rowohlt heraus, mit dem Untertitel einer Geräteliste aus der phantastischen Technikgeschichte. Das Buch ist Unterhaltung mit Lehrabsicht, ein Schnellkurs der Physik am Leitfaden dessen, was nicht geht – und dessen, was doch gehen könnte.

Inhalt

Kaku, Mitbegründer einer Fassung der Stringtheorie und Lehrer an der City University of New York, schreibt als jemand, der das Unmögliche beruflich ernst nimmt, weil die Physik des zwanzigsten Jahrhunderts selbst Unmögliches wahr gemacht hat: die Kernspaltung, den Laser, die Raumfahrt. Die erste Klasse umfasst Vorhaben, die keine Naturgesetze verletzen und in diesem Jahrhundert oder im nächsten denkbar sind, sofern Energie, Material und Geld mitziehen. Unsichtbarkeit durch Stoffe, die Licht um einen Körper herumführen; Aufzüge in den Weltraum an einem Seil, das stärker wäre als Stahl; Kraftfelder als dichte Plasmen oder magnetische Wände. Kaku erklärt jeweils das Hindernis, nicht nur das Bild. Die zweite Klasse verlangt Jahrhunderte oder Jahrtausende und dehnt bekannte Gesetze, ohne sie zu zerbrechen: Reisen durch die Zeit, sofern die Allgemeine Relativität Schleifen zulässt; Antriebe, die den Raum selbst verkürzen. Die dritte Klasse widerspricht Erhaltungssätzen oder der Kausalität: das Perpetuum mobile, die Vorhersage der Zukunft als Blick in feststehende Ereignisse, Kräfte des Geistes, die ein Raumschiff heben, ohne Energie zu zahlen.

Gegen die bloße Sammlung von Wunderdingen hält der Band die Physik als Schranke. Was in der Erzählung mühelos geschieht, kostet in der Welt Masse, Temperatur, eine Größenordnung, die Kaku in Vergleichen fassbar macht. Der Gewinn für den Laien ist ein Überblick: Relativität, Quanten, Kernkräfte, neuere Stoffe, jeweils dort, wo ein erdachtes Gerät sie braucht. Die Schwäche ist dieselbe Anordnung. Wer Unsichtbarkeit, Gedankenlesen und Zeitmaschine nacheinander abhakt, erhält Kapitel, die sich in der Begeisterung ähneln, und eine Rangfolge, die so tun kann, als wäre die Zukunft eine Warteschlange von Erfindungen. Kaku weiß das und kehrt es um: Die Klasseneinteilung ist ein Denkwerkzeug, kein Fahrplan. Trotzdem nährt der Ton die Erwartung, fast alles sei eine Frage der Zeit. Die dritte Klasse bleibt die ehrlichste, weil sie nein sagt.

Der Stil ist der amerikanischen Populärphysik: Anekdote, Formelverzicht, der Satz, Einstein hätte auch gelacht, bis das Experiment kam. Kritik hat den Band als Ware der Staunensindustrie gelesen, näher am Vortrag als an der Abhandlung, zu freundlich zur Zukunftserzählung, zu knapp an der Philosophie dessen, was »unmöglich« heißt. Beides trifft. James Gleicks Chaos. Die Ordnung des Universums hatte eine wirkliche Wissenschaft aus dem Rand geholt; Kaku holt erdachte Maschinen in die wirkliche Wissenschaft und prüft sie. Das ist weniger und unterhaltsamer. Die Stringtheorie, die er sonst popularisiert, bleibt hier Werkzeug unter anderen, nicht Heilslehre. Wer das Buch als Beweis liest, dass Unsichtbarkeit vor der Tür steht, hat die Klassen verwechselt. Wer es als Spielerei abtut, unterschlägt, dass ein Nein aus Energieerhaltung lehrreicher sein kann als ein Ja aus Hoffnung.

Einordnung

2008 hat Kaku der Populärphysik ein Ordnungsschema gegeben, mit dem sich die phantastische Technikgeschichte an den Naturgesetzen messen lässt, und damit ein Massenpublikum erreicht, das Lehrbücher nicht öffnet. Die Naturwissenschaft hat den Band als gelungene Vorlesung für Nichtphysiker genommen, die Fachkritik als zu weich in der zweiten Klasse und zu werblich im Ton. Nachbarschaft hat er zu den älteren Versuchen, Relativität und Quanten ins Wohnzimmer zu tragen, und zu Gleicks Reportage, die ein Fach erzählt, statt Geräte zu prüfen. Die Nachfolge in Fernsehsendungen und Vortragsreisen hat Kaku zum Gesicht dieser Physik gemacht, oft auf Kosten der Vorsicht, die die dritte Klasse verlangt. Wer nach diesem Buch über Unmögliches spricht, sollte die Schranke nennen, nicht nur die Fantasie. Wer nur die Geräteliste behält, hat die Naturgesetze wieder zur Kulisse gemacht, gegen die Absicht des Autors – und manchmal mit seinem Ton.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.