Die Dreigroschenoper
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Die Dreigroschenoper |
| Autor(en): | Bertolt Brecht |
| Originaltitel: | Die Dreigroschenoper |
| Originalsprache: | deutsch |
| Erstveröffentlichung: | 1928 |
| Schlagwörter: | Gauner, London, Songs, Geschäft |
| Sachgebiete: | Drama |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Suhrkamp
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| Umfang dieser Ausgabe: | 144 Seiten |
| ISBN: | 9783518102299 |
| Verweise | |
Die Dreigroschenoper ist das Stück von Bertolt Brecht mit der Musik von Kurt Weill, 1928 am Theater am Schiffbauerdamm in Berlin uraufgeführt, nach John Gays Beggar’s Opera. Ein Gauner heiratet die Tochter eines Bettlerkönigs, der Polizeichef ist sein Freund, und am Ende rettet ein reitender Bote das Leben, das die Moral nicht retten würde. Brecht hat das Soho des achtzehnten Jahrhunderts nach Berlin geholt und die Songs so gesetzt, dass man sie pfeift, ohne die Geschäfte zu vergessen, die sie begleiten. Neben Mutter Courage und ihre Kinder ist dies das Stück, mit dem sein Name in die Straßen kam.
Inhalt
Macheath, Mackie Messer, heiratet Polly Peachum im Stall, mit Gang und Pfarrer, während Peachum, der die Bettler Londons organisiert wie eine Firma, die Polizei auf den Schwiegersohn hetzt, weil die Tochter dem Geschäft entläuft. Tiger Brown, Polizeichef und Kriegskamerad Macheaths, zögert; die Freundschaft der Männer ist älter als das Gesetz. Peachum droht mit einem Bettleraufmarsch zur Krönung, der die Ordnung blamiert. Brecht zeigt keine Unterwelt neben der Gesellschaft: Die Unterwelt ist die Gesellschaft, nur ohne Schlips. Die Bettler werden geschminkt, die Gauner führen Bücher, die Bürger kaufen beides.
Die Songs unterbrechen die Handlung, wo die Moral zu billig würde. Die Seeräuber-Jenny wünscht sich, eine Stadt werde zerstört; der Kanonen-Song erinnert an die Kolonien, in denen Brown und Macheath sich kannten; das Lied von der Unzulänglichkeit menschlichen Strebens sagt, der Mensch sei nicht gut genug für das Gute. Weills Musik ist eingängig und schräg, Tanz und Drohung. Macheath flieht zu den Dirnen, wird verraten, sitzt im Newgate. Polly übernimmt die Firma, Lucy Brown will ihn auch, die Frauen streiten, Peachum rechnet. Das Stück geht auf die Hinrichtung zu, als ginge es um Gerechtigkeit.
Dann kommt der reitende Bote: Die Königin begnadigt Macheath, erhebt ihn in den erblichen Adel, gibt ihm Schloss und Pension. Das Publikum lacht, und Brecht meint es ernst als Witz: So enden Stücke, nicht das Leben. Die Moral, die Peachum an den Rampenspielt, ist, dass das Fressen nicht mit der Moral mithält und dass man die Dunklen nicht erwischen darf, weil sonst das Geschäft der Hellen auffliegt. Wer eine Bekehrung will, hat das falsche Theater. Macheath bleibt Mackie, Peachum bleibt der König der Armut, Brown bleibt Freund und Beamter. Die Oper kostet drei Groschen und rechnet in anderen Summen.
Einordnung
Die Uraufführung wurde ein Welterfolg, die Songs liefen der Theorie davon, und Brecht hat später nachgetragen, man solle nicht mitsingen, ohne zu denken. Das epische Theater ist hier schon da: Titel, Zwischensprüche, die Weigerung, Mitleid mit Mackie zur Entlastung zu machen. Die Nazis verboten das Stück; die Nachkriegsbühnen haben es oft als Kostümfest gegeben. Gegen die Courage, die den Krieg als Geschäft zeigt, ist die Dreigroschenoper das Stück, das das Geschäft als Krieg der Armen untereinander zeigt. Wer nach 1928 einen Gauner singen lässt, damit die Stadt sich erkennt, singt hinter Weill und Brecht. Wer nur die Moritat pfeift, hat Peachums Bettler nicht gesehen.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
