Autor:Victor Klemperer

1881 1960
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Victor Klemperer (1881–1960), in Landsberg an der Warthe geboren und in Dresden gestorben, hat das Jahrhundert gehört, indem er es täglich notierte: die Sprache der Diktatur, die Floskeln der Republik, die der DDR. Leben sammeln und So sitze ich denn zwischen allen Stühlen rahmen das Zeugnis der Jahre 1933 bis 1945.

Leben

Sohn eines Rabbiners, getauft, Romanist, Professur an der Technischen Hochschule Dresden, Ehe mit Eva. Der Umweg war das Tagebuch, das er führte, als würde vielleicht nie ein Buch daraus. 1935 die Entlassung, das Überleben in der sogenannten Mischehe, 1945 der Wiederbeginn in der sowjetischen Zone, SED, Volkskammer, zwischen allen Stühlen. Er starb in Dresden, der Stadt, deren Ton er seziert hatte.

Wirkung

Klemperer hat die Lingua Tertii Imperii zur Lektüre einer Herrschaft gemacht und das Tagebuch zur Form, in der Alltag und Unrecht denselben Satz tragen. Die Veröffentlichung der Hefte in den neunziger Jahren hat ihn zum meistgelesenen Zeugen der Dresdner Jahre gemacht, oft nur für 1933 bis 1945. Die Weimarer und die Nachkriegsbände haben die Figur vollständig gemacht: den Bürger, der sammelt, den Professor, der mitmacht und misstraut.

Man hat ihn vereinnahmt als reinen Antifaschisten und als SED-Mitläufer. Beides verkürzt. Wer nur das Sprachbuch will, hat das Sammeln nicht gesehen. Wer nur das Opfer will, unterschlägt die Eitelkeit, die Hoffnung und das Sitzen zwischen Stühlen. Dresden bleibt der Ort; die Hefte das Jahrhundert.

Werke

In Auswahl außerdem: LTI. Notizbuch eines Philologen, Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.