Musashi

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Yoshikawa Eiji · 1935 · Roman


Das Werk
Deutscher Titel: Musashi
Autor(en): Yoshikawa Eiji
Originaltitel: 宮本武蔵
Originalsprache: japanisch
Erstveröffentlichung: 1935
Schlagwörter: Schwert, Samurai, Weg, Japan
Sachgebiete: Roman
Greifbare Ausgabe
Verlag: Droemer Knaur


Umfang dieser Ausgabe: 791 Seiten
ISBN: 9783426616482
Verweise


Musashi ist der historische Roman von Yoshikawa Eiji, von 1935 bis 1939 als Fortsetzung in der Zeitung Asahi Shimbun erschienen, der das Leben des Schwertkämpfers Miyamoto Musashi zur großen Erzählung des frühen Tokugawa-Japan gemacht hat. Der japanische Titel nennt den Mann beim Namen; die deutsche Fassung behält ihn bei. Yoshikawa erzählt keine bloße Heldengeschichte, sondern den langen Weg eines Raufbolds, der lernt, dass die Klinge allein nicht trägt. Der historische Musashi hat das Buch der fünf Ringe hinterlassen; der Roman hat daraus eine Figur gemacht, die Bauern, Mönche, Dirnen und Fürsten kennt. In Japan ist der Band ein Volksbuch, in Deutschland kam er über das Englische, gekürzt und ungekürzt.

Inhalt

Die Handlung setzt 1600 ein, nach der Schlacht von Sekigahara. Der junge Takezo und sein Freund Matahachi haben auf der verlierenden Seite gekämpft und irren durch die Dörfer. Takezo ist roh, stark und ohne Maß; Matahachi, der eigentlich Otsu heiraten sollte, bleibt bei der Witwe Oko und deren Tochter Akemi hängen. Der Mönch Takuan Sōhō lässt Takezo fangen und sperrt ihn Jahre in ein Zimmer voller Bücher: chinesische Klassiker, Kriegslehre, die Geduld, die dem Schwert noch fehlt. Als Takezo wieder frei ist, nennt er sich Musashi – dieselbe Schrift, andere Lesung – und geht auf Wanderschaft. Otsu, die ihn befreit hat und auf ihn wartet, bleibt die Bindung, die er nicht eingehen will, solange der Weg nicht zu Ende ist.

Musashi sucht Schulen und schlägt sie. Die Yoshioka in Kyoto, die er zuerst als Gast, dann als Gegner trifft, werden zum Maßstab: Er tötet nicht aus Blutlust, sondern weil die Herausforderung den nächsten Schritt verlangt. Er lernt, beide Schwerter zugleich zu führen, Langschwert und Kurzschwert, und versteht den Kreis, den er in den Sand zieht, als Bild der Sammlung, nicht als Zierat. Der Schüler Jotaro schließt sich ihm an, später der Junge Iori; Otsu zieht mit, oft getrennt, oft nah. Matahachi treibt sich zwischen Oko und Akemi umher, stiehlt und wird bestohlen, ein Gegenbild ohne Weg. Musashi begegnet Bettelmönchen und Fürsten, Nachtvierteln und Tempeln; Japan erscheint als Gesellschaft, in der der Samurai Bauer werden kann und der Bauernsohn wieder zur Klinge greift.

Der Rivale Sasaki Kojiro, auch Ganryu genannt, ist der Mann mit der langen Klinge, elegant, eitel, tödlich. Der Roman führt die beiden auf die Insel Ganryujima. Vor dem Gang dorthin nimmt Musashi von den Lebenden Abschied, die sein Leben gekreuzt haben: Otsu, die Schüler, Takuan, selbst Matahachi. Der Zweikampf ist der Höhepunkt und zugleich das Ende der Lehrzeit. Musashi siegt, nicht weil er der Wildere ist, sondern weil er gewartet, das Holz geschliffen und den Gegner gelesen hat. Der historische Musashi hat später die Waffen aus der Hand gelegt und gemalt; Yoshikawa lässt den Roman dort schließen, wo der Krieger zum Menschen wird, der den Kreis kennt.

Einordnung

Yoshikawa hat aus einer historischen Gestalt ein Epos gemacht, das die Stände des frühen siebzehnten Jahrhunderts durchwandert, ohne sie zu folkloristischem Schmuck zu machen. Zen und Schwertlehre sind hier Arbeit, nicht Geheimnis; die Wiederbegegnungen der Figuren halten das weite Buch zusammen, wo ein westlicher Entwicklungsroman oft die Familie setzen würde. Der deutsche Leser erhält den Text über Werner Peterichs Übertragung aus dem Englischen, in gekürzter Taschenbuchfassung und in der längeren Ausgabe von 1984; was fehlt, merkt man an den Nebenwegen, die das Japanische noch reicher machen. Gegenüber dem knappen Buch der fünf Ringe, das dem historischen Musashi zugeschrieben wird, ist der Roman das Leben um die Lehre: Hunger, Scham, die Frau, die wartet, der Freund, der scheitert.

Die Samurai-Filme Hiroshi Inagakis mit Toshirō Mifune und später die Bildgeschichte Vagabond haben Szenen festgesetzt, die der Roman in der Breite erzählt: Sekigahara, die Einsperrung, Ganryujima. Wer Musashi nur als unbesiegbaren Kämpfer kennt, hat die Mitte nicht gelesen, in der Takuan den Wilden zum Leser macht. Yoshikawa schrieb vor dem Zweiten Weltkrieg für ein Massenblatt; die nationale Aufladung des Samurai ist in der Luft der dreißiger Jahre, der Text selbst bleibt bei der Figur, die sich zähmt. In der Weltliteratur der Schwertwege steht das Buch neben den großen historischen Romanen, die aus einer Biographie ein Land lesen, ohne den Anspruch, Archiv zu sein.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.