Die Entstehung der Arten

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Die Entstehung der Arten
Autor(en): Charles Darwin
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Reclam
Serie: Reclams Universal-Bibliothek
Erscheinungsjahr: 1859
Seitenanzahl: 693 Seiten
Originaltitel: On the Origin of Species by Means of Natural Selection
Originalsprache: englisch
ISBN-10: 3150030714
ISBN-13/

EAN-Code:

9783150030714
Schlagwörter: Evolution, natürliche Auslese, Biologie, Artbildung
Sachgebiete: Sachbuch, Naturwissenschaft
Rezensionen

Die Entstehung der Arten ist das 1859 erschienene Hauptwerk von Charles Darwin, im Original On the Origin of Species. Die deutsche Ausgabe trägt meist den vollständigen Titel Über die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl.

Inhalt

Darwin beginnt beim Vertrauten. Züchter machen aus einer einzigen Taubenart in wenigen Generationen Kropftauben, Pfauentauben und Tümmler, indem sie immer wieder die Tiere mit den erwünschten Abweichungen weiterzüchten. Dass Nachkommen variieren, ist also unstrittig, und ebenso, dass Auslese aus kleinen Unterschieden große machen kann. Von hier führt der erste Schritt der Beweisführung nach draußen: Auch in freier Natur variiert jede Art, und weil jedes Lebewesen mehr Nachkommen hervorbringt, als am Leben bleiben können, herrscht ein ständiger Wettbewerb um Nahrung, Platz und Fortpflanzung – oft nicht gegen Raubtiere, sondern gegen die eigenen Artgenossen.

Daraus ergibt sich der Mechanismus, der dem Buch seinen Namen gab. Wen eine Abweichung in seiner Umgebung auch nur geringfügig begünstigt, der hinterlässt im Schnitt mehr Nachkommen, und über sehr lange Zeiträume summieren sich diese Vorteile zu neuen Formen. Einen Züchter braucht es dafür nicht; die Umstände selbst wählen aus. Weil Nachkommen sich in verschiedene Richtungen spezialisieren und einander so ausweichen, fächern die Formen auf – Darwins einzige Abbildung im ganzen Buch ist ein verzweigtes Diagramm, das Verwandtschaft als Stammbaum darstellt.

Der zweite Teil ist ungewöhnlich für ein Werk, das eine neue Theorie begründet: Darwin trägt die Einwände gegen sie selbst zusammen. Wie sollte ein Auge in Zwischenstufen entstehen, was ist mit dem Instinkt, mit unfruchtbaren Bastarden, mit den sterilen Arbeiterinnen im Bienenstock? Wo sind die Übergangsformen, die es in den Gesteinsschichten geben müsste? Jeden Punkt behandelt er ausführlich, den letzten mit dem Hinweis auf die Lückenhaftigkeit der Überlieferung. Danach zeigt er, wie viel sich mit der Abstammungsidee erklären lässt, was sonst rätselhaft bleibt: die Verbreitung der Arten auf Inseln, verkümmerte Organe, die Ähnlichkeit früher Embryonen, das gesamte System der Klassifikation. Über den Menschen steht fast nichts darin – nur die Ankündigung, auch auf dessen Herkunft werde Licht fallen.

Einordnung

Darwin war als frisch graduierter Theologe und überzeugter Anhänger der Schöpfungslehre 1831 an Bord der Beagle gegangen und kehrte fünf Jahre später als Evolutionist zurück; die Beobachtungen in Südamerika und auf den Galapagosinseln ließen sich anders nicht ordnen. Was er dabei tat, war die Übertragung des geologischen Denkens von Charles Lyell auf das Leben: sehr kleine Kräfte, sehr viel Zeit. Zwanzig Jahre hielt er die Sache zurück – an einen Freund schrieb er, es sei ihm, als gestehe er einen Mord –, bis ihn die Arbeit von Alfred Russel Wallace zur Veröffentlichung zwang. Der Buchhandel nahm ihm die 1250 gedruckten Exemplare binnen eines Tages ab; bis zur sechsten Auflage, der letzten von ihm selbst betreuten, arbeitete er vor allem die Einwände seiner Kritiker ein.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Claude Opus 5, Anthropic). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.