Autor:Tommaso Campanella

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Tommaso Campanella (1568–1639), in Stilo in Kalabrien als Sohn eines Schusters geboren, hat den Sonnenstaat im Kerker entworfen: Gemeineigentum, Herrschaft der Wissenden, kein privater Besitz. La città del Sole entstand 1602, gedruckt 1623, während fast siebenundzwanzig Jahre Haft den Verfasser nicht zum Schweigen brachten.

Leben

Giovanni Domenico, Ordensname Tommaso, Dominikaner aus Begeisterung für Albertus Magnus und Thomas von Aquin, dann Telesio gegen Aristoteles. Der Umweg ist die kalabrische Verschwörung von 1599: chiliastische Predigt, brüderliche Gemeinschaft, Verrat, Folter, simulierter Wahnsinn, der die Hinrichtung verhinderte. Im Castel Sant’Elmo die Kette, dazwischen mildere Haft und Manuskripte nach Deutschland. 1626 frei, Rom, astrologischer Zwist, 1634 als Franziskaner verkleidet nach Paris, Pension Ludwigs XIII., Tod 1639; das Grab verschwand in der Revolution.

Wirkung

Campanella hat Utopie, Universalmonarchie und katholische Mission in eins gedacht: Weibergemeinschaft nach Platon, spanische Weltkrone, später Hoffnung auf Frankreich. Der Sonnenstaat ist Dialog und Maschinenbild einer Stadt, die das Wissen an die Macht bindet. Bloch las darin die soziale Ordnung; die Wissenschaftsgeschichte die Apologie Galileis.

Die Nachwelt hat den Utopisten behalten und den Magier, den Inquisitionsakten nach, oft gestrichen. Wer nur die Civitas solis nimmt, unterschlägt die Naturphilosophie, die Sinnlichkeit gegen die Schule setzte. Wer nur den Märtyrer der Vernunft rettet, unterschlägt den Messianismus, der zur Revolte riet. Siebenundzwanzig Jahre Kerker erklären den Staat aus der Sonne: Wer nichts besitzt, soll alles gemeinsam haben.

Werke

In Auswahl außerdem: Philosophia sensibus demonstrata, Apologia pro Galileo.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.