Autor:Paul Scheerbart

1863 1915
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Paul Scheerbart (1863–1915), in Danzig geboren, hat Glas und Luftschiff zur Weltverbesserung erklärt, in Romanen und in einer Flugschrift gegen Heer, Festung und Flotte. Die Entwicklung des Luftmilitarismus und die Auflösung der europäischen Land-Heere, Festungen und Seeflotten von 1909 ist Zeitpolitik am Vorabend des Weltkriegs, keine Phantastik.

Leben

Danzig, dann Berlin als Dichter, der das Perpetuum mobile erfinden wollte und den Verlag deutscher Phantasten gründete. Der Umweg ist die Technik als Erlösung: Glasarchitektur für Bruno Taut, lenkbare Luftschiffe gegen den wilhelminischen Militarismus. Geldnot, der Kreis um Erich Mühsam. Er starb in Berlin-Lichterfelde an einem Gehirnschlag.

Wirkung

Scheerbart hat der Phantastik eine nüchterne Sprache gegeben und der Architektur das Glas als sittliches Material. Walter Benjamin las Lesabéndio als Erfahrung der Armut und des Neuen; Taut baute das Kölner Glashaus mit einer Widmung an ihn. Die Flugschrift von 1909 wendet dieselbe Hoffnung ins Politische: Unter Dynamit aus der Luft werden Schlacht, Festung und Flotte unsinnig, Europa muss sich zivil umrüsten.

Zu Lebzeiten ein Geheimtipp ohne Verkauf, später eine Wiederentdeckung der Moderne. Wer ihn nur als Mond- und Asteroidendichter liest, unterschlägt den Antimilitaristen; wer nur die Prophetie des Bombenkriegs festhält, unterschlägt die Satire, die Kriegsschiffe in Vergnügungsdampfer verwandeln wollte. Die wilhelminische Rüstung hat ihn nicht gehört.

Werke

In Auswahl außerdem: Glasarchitektur, Lesabéndio, Katerpoesie.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.