Autor:Lewis Carroll

1832 1898
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Lewis Carroll (1832–1898), in Daresbury geboren als Charles Lutwidge Dodgson, hat dem viktorianischen Unsinn das Kinderbuch gegeben – und danach das ungleichmäßigste Werk, das er selbst über Alice stellte. Sylvie und Bruno wechselt dreizehn Jahre lang zwischen englischem Gesellschaftsroman und Elbenreich; die Zeitgenossen folgten ihm nicht.

Leben

Mathematik am Christ Church in Oxford, Diakon, Photograph, Geschichten für Kinder, die er ernst nahm. Der Umweg war der Ehrgeiz nach dem Weltruhm: Was 1865 mühelos schien, sollte 1889 Lehre, Nonsens und Ehegeschichte zugleich sein. Harry Furniss zeichnete, Macmillan druckte zwei Bände, 1893 der Schluss. Carroll starb in Guildford. Die erste vollständige deutsche Übersetzung von Sylvie und Bruno kam erst 1986.

Wirkung

Carroll hat in Alice die Logik zum Spiel gemacht und die Erwachsenenautorität zur Groteske. In Sylvie und Bruno will er beides behalten und noch die Erbauung dazulegen: Der Arzt Arthur liebt Lady Muriel, während Sylvie und Bruno einer Palastverschwörung zum Opfer fallen; Traum und Wachen greifen ineinander, bis der Leser die Naht spürt. Das spätere Buch ist ehrgeiziger und brüchiger. Die Wirkung des Namens bleibt an Wunderland gebunden; das Doppelwerk zeigt, wohin derselbe Verstand drängt, wenn er predigen will.

Kanonisiert wurde der Nonsens, schulisch die Alice-Bücher, randständig der Versuch, Elben und Viktorianismus zu versöhnen. Wer Carroll nur als Verfasser eines Kinderklassikers führt, unterschlägt den Oxforder Logiker und dieses späte Übermaß. Wer nur den Unsinn will, trifft in Sylvie und Bruno Andacht, die den Witz beschwert. Die Germanistik hat das vergessene Buch als Schlüssel zur Methode gelesen; das Publikum blieb bei dem Mädchen, das dem Hasen folgt.

Werke

In Auswahl außerdem: Alice im Wunderland, Alice hinter den Spiegeln, Die Jagd nach dem Schnark.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.