Autor:Ingolfur Blühdorn

1964
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Ingolfur Blühdorn (geb. 1964), in Burgsteinfurt geboren, hat erklärt, warum die ökologische Wende ausbleibt: nicht nur am Widerstand der Gegner, sondern an der inneren Brüchigkeit des eigenen Projekts. Unhaltbarkeit von 2024 nennt das ökoemanzipatorische Versprechen selbst unhaltbar geworden.

Leben

Politikwissenschaft und Soziologie, lange Jahre an der University of Bath, dann die Wirtschaftsuniversität Wien, das Institut für Gesellschaftswandel und Nachhaltigkeit. Der Umweg ist die englische Distanz: Wer die deutsche Nachhaltigkeitsrede von außen sieht, erkennt die Scheinbeteiligung früher. 2013 Simulative Demokratie, 2020 mit anderen Nachhaltige Nicht-Nachhaltigkeit, 2024 die Verschärfung. Schlüsselworte seiner Forschung sind simulative Demokratie – Beteiligung, die beruhigt, ohne zu entscheiden – und die Politik der Nicht-Nachhaltigkeit. Er lehrt in Wien.

Wirkung

Blühdorn hat die Glaubenssätze seit den siebziger Jahren – Autonomie, Mündigkeit, Gestaltbarkeit, Ausweitung der Beteiligung, ökologische Imperative – als Konstruktion beschrieben, die an ihrer Logik zerbricht. Unhaltbar sei nicht zuerst der Kapitalismus, sondern die Erzählung von seinem baldigen Ende; unhaltbar die Hoffnung, mehr Demokratie rette die Biosphäre, während ressourcenstarke Milieus mit hohem Bewusstsein die größten Spuren hinterlassen. Die autokratische Wende erscheint ihm nicht nur als Verlust: Entlastung durch Führung werde von innen verlangt. Vorangestellt ist Eugen Roth: am längsten halte auf der Welt das Unhaltbare.

Die Transformationsforschung hat das als Pessimismus und einseitigen Angriff auf die Linke gelesen; Martin Hartmann nannte das Demokratiebild schief, andere warnten vor Beifall von der falschen Seite. Blühdorn weist den Trostauftrag der Sozialwissenschaft zurück. Wer ihn nur als Klima-Skeptiker der Bewegung liest, unterschlägt, dass er die Krise der Nicht-Nachhaltigkeit ernst nimmt. Wer nur die Diagnose der Simulation rettet, unterschlägt die Folgerung: die nächste Gesellschaft bleibe kapitalistisch, nicht dauerhaft und autoritär. Nachbarschaft hat der Band zu Die Grenzen des Wachstums, deren Warnung er teilt, ohne deren Steuerungsglauben zu erneuern.

Werke

In Auswahl außerdem: Simulative Demokratie, Nachhaltige Nicht-Nachhaltigkeit.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.