Autor:Ernst Cassirer

1874 1945
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Ernst Cassirer (1874–1945), in Breslau geboren, hat Kants Kritik der Erkenntnis zur Kritik der Kultur geweitet. Die Philosophie der symbolischen Formen, drei Bände 1923 bis 1929, behauptet: Wir erfahren die Welt nicht unmittelbar, sondern durch Sprache, Mythos, Religion, Kunst und Wissenschaft.

Leben

Kaufmannsfamilie, Marburg bei Hermann Cohen, Berlin, 1919 Hamburg, 1929 Rektor der Universität, die Rede auf die Weimarer Verfassung. Der Umweg ist Aby Warburgs Bibliothek: Aus dem Neukantianer der Naturwissenschaft wurde der Philosoph der Zeichen. 1929 Davos gegen Martin Heidegger. 1933 die Emigration, Oxford, Göteborg, Yale, Columbia. Er starb 1945 in New York; die deutsche Staatsangehörigkeit hatte er aufgegeben.

Wirkung

Cassirer hat die symbolischen Formen als gleichwertige Weisen der Weltauffassung gesetzt, ohne Donnergott und Elektrodynamik wahrheitstheoretisch gleichzusetzen. Der Mythos ist Urform, nicht überwundene Kindheit; die Wissenschaft eine Form unter anderen, nicht das Tribunal der übrigen. Sprache ist keine Hülle des Gedankens. Neben Sein und Zeit steht diese Kulturphilosophie als der andere Weg aus dem Neukantianismus: Erweiterung der Vernunft, nicht Destruktion am Dasein.

Nach 1945 wirkte das Hauptwerk im englischen Sprachraum als Humanismus der Zeichen, im deutschen lange im Schatten Heideggers und der kritischen Theorie. Der spätere Versuch über den Menschen hat die Anthropologie daraus gezogen. Wer Cassirer als bloßen Wissenschaftstheoretiker liest, verfehlt den Mythos; wer ihn als Gleichmacher aller Weltbilder liest, verfehlt die Weigerung, Wahrheit preiszugeben. Die drei Bände hinterlassen die Frage, ob Gleichwertigkeit der Formen mit einem Vorrang der Erkenntnis zu haben ist.

Werke

In Auswahl außerdem: Substanzbegriff und Funktionsbegriff, Versuch über den Menschen, Individuum und Kosmos in der Philosophie der Renaissance.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.