Autor:Edwin Black
Edwin Black (geb. 1950), in Chicago als Sohn polnischer Holocaustüberlebender geboren, hat das Ha’avara-Abkommen von 1933 als Pakt der Rettung mit den Tätern rekonstruiert. Das Transferabkommen von 1984 erzählt, wie zionistische Unterhändler Ausreise gegen deutschen Export tauschten, während der Boykott deutscher Waren ins Stocken geriet.
Leben
Die Mutter sprang als Dreizehnjährige aus dem Güterwagen nach Treblinka; der Vater floh vom Marsch zum Erschießungsgraben. In Chicago schwiegen sie. Journalismus schon in der Schule, die Stadtblätter, 1978 das Gespräch mit dem Anwalt, der die Nationalsozialisten von Skokie vertrat: Dabei stieß er auf den Verkehr zwischen Zionisten und Hitlerdeutschland. Der Umweg ist dieses Gespräch. Fünf Jahre Archive, dann das Buch, später IBM und der Holocaust. Er schreibt weiter über Konzerne, Eugenik und die Ökonomie des Verfolgens.
Wirkung
Black hat zwei bequeme Erzählungen zerschlagen: dass jeder Verkehr mit dem Reich Verrat gewesen sei, und dass das Abkommen nur eine Fußnote der Auswanderung sei. Etwa sechzigtausend deutsche Juden gelangten auf diesem Weg nach Palästina, mit einem Teil des Vermögens in Form von Gütern. Rettung und Geschäft mit dem Verfolger können zugleich wahr sein; die Spaltung innerhalb des Judentums ist der eigentliche Gegenstand. Der Ton ist der des aufdeckenden amerikanischen Sachbuchs, getragen von Familiengeschichte.
Die Fachhistorie nannte Fakten bekannt, den Gestus verspätet und zuweilen sensationslüstern. Richard S. Levy tadelte Verschwörungsgetue bei unbestreitbarem Kern. In Deutschland blieb das Buch ohne Übersetzung. Wer Black nur als Ankläger der Zionisten liest, unterschlägt die Rettung; wer nur die Rettung feiert, unterschlägt den Preis. Geblieben ist die unbequeme Wahrheit, dass Überleben unter einer Verfolgerherrschaft selten rein ist.
Werke
- Das Transferabkommen (1984)
In Auswahl außerdem: IBM und der Holocaust, War Against the Weak.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.