Autor:David Garland

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David Garland (geb. 1955), in Dundee geboren und in New York lehrend, hat der Strafe der Gegenwart den Namen gegeben: Kultur der Kontrolle. Kultur der Kontrolle von 2001 schließt eine Trilogie über Kriminalpolitik seit den siebziger Jahren und bindet härtere Strafen an den Umbau des Wohlfahrtsstaates, nicht an eine rätselhafte Verrohung.

Leben

Schottland, Edinburgh, Lehre dort bis 1997, dann die New York University, Recht und Soziologie. Der Umweg ist der Atlantik: Wer die britische Wohlfahrtsstrafe kennt und die amerikanische Masseninhaftierung sieht, kann beides als spätmoderne Antwort auf Unsicherheit lesen. Punishment and Welfare, Punishment and Modern Society, dann das Buch von 2001; später die Todesstrafe als eigenartige amerikanische Einrichtung. Er schreibt weiter über Polizei und Strafe in den Vereinigten Staaten.

Wirkung

Garland hat gezeigt, dass Vergeltung, Überwachung und die Stimme des Opfers keine natürlichen Folgen der Kriminalitätslage sind. Seit den siebzigern sank in den USA und in Großbritannien das Ideal der Besserung; delinquentes Verhalten wurde aus sozialen Zusammenhängen gelöst und der einzelnen Entscheidung zugerechnet. Wer sozial nicht mehr gehalten wird, wird strafrechtlich gehalten. Private Gefängnisse machen Kontrolle zur Ware. Neben Michel Foucaults Überwachen und Strafen steht hier eine historische Soziologie der Gegenwart, dichter an Margaret Thatcher und Ronald Reagan als an der Disziplinaranstalt.

Die deutsche Aufnahme war vergleichsweise gering und kam spät: andere Strafkultur, anderer Sozialstaat. Genau das macht das Buch zum Befund. Wer Garland nur als Amerika-Diagnostiker nimmt, unterschlägt, dass er zwei Länder schreibt und die Richtung für übertragbar hält. Wer nur den Kritiker der Härte sucht, unterschlägt die Institutionengeschichte, ohne die die Härte nicht verständlich wird. Die Kultur der Kontrolle bleibt sein Satz.

Werke

In Auswahl außerdem: Punishment and Modern Society, Peculiar Institution.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.