Autor:Benjamin Franklin

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Benjamin Franklin (1706–1790), in Boston geboren, hat den amerikanischen Staat mitgegründet und die Geselligkeit als Schule des Anstands beschrieben. Die Sittlichkeit des Schachspiels ist die kleinste dieser Schriften: das Brett als Übung gegen die Gemeinheit, nicht als Gleichnis der Staatskunst.

Leben

Seifensiederfamilie, Lehre beim Bruder, die Flucht nach Philadelphia, Druckerei, Elektrizität, London, Paris. Der Umweg ist die Druckerei: wer Lettern setzt, lernt Öffentlichkeit als Gewerbe, und wer später Verfassungen mitentwirft, hat das Ansehen schon als Währung behandelt. Den Schachaufsatz skizzierte er um 1732 und ließ ihn erst 1786 drucken, nach einem Leben aus Verhandlung und Ruf. Er starb in Philadelphia. Der Gesandte, der in Frankreich um Bündnis warb, blieb der Mann, der Tugend für vorzeigbar hielt.

Wirkung

Franklin hat der jungen Republik eine Sprache der Nützlichkeit gegeben: Fleiß, Mäßigung, der Kredit des Namens. Der kleine Schachtext gehört dazu, nicht daneben. Voraussicht, Umsicht, Vorsicht; kein falscher Zug, keine ausgenutzte Unachtsamkeit des anderen – eine Ethik unter Gleichen, näher am Salon als an Immanuel Kants Pflicht. 1791 erschien der Aufsatz im ersten russischen Schachbuch; die amerikanische Schachruhmeshalle nahm den Verfasser auf, weil er dem Spiel eine sittliche Rede gab, nicht weil er Meister war.

Die Staatsgründung hat ihn zum Gründervater gemacht, die Naturlehre zum Mann mit dem Drachen, die Moralistik zum Hausfreund. Nichts davon ist die ganze Gestalt, und das Schachstück ist keine Fußnote. Wer nur den Erfinder der Harmonie zwischen Eigennutz und Gemeinwohl nimmt, unterschlägt die Härte des Kreditwesens, das er pries. Wer nur den Diplomatiker nimmt, unterschlägt, dass hier Anstand als Politik der kleinen Lage geübt wird. Die Großmut, den Fehler des anderen nicht auszunutzen, bleibt eine Zumutung an jedes Wettkampfspiel – und an die Republik, die er mitbaute.

Werke

In Auswahl außerdem: Autobiographie, Der arme Richard, Versuche und Beobachtungen zur Elektrizität.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.