Auf den Schwingen des Adlers

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Auf den Schwingen des Adlers
Autor(en): Ken Follett
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Bastei Lübbe
Serie:
Erscheinungsjahr: 1983
Seitenanzahl: 584 Seiten
Originaltitel: On Wings of Eagles
Originalsprache: englisch
ISBN-10: 3404179471
ISBN-13/

EAN-Code:

9783404179473
Schlagwörter: Teheran, Geisel, Rettung, Tatsachen
Sachgebiete: Roman
Rezensionen
Umschlag

Auf den Schwingen des Adlers ist der 1983 erschienene Tatsachenroman von Ken Follett über die Befreiung zweier amerikanischer Manager aus dem Iran, englisch On Wings of Eagles. Teheran 1978: Streiks und Unruhen künden den Sturz des Schahs an; Paul Chiapparone und Bill Gaylord von der texanischen Computerfirma EDS werden ohne stichhaltige Anklage festgehalten. Diplomatie versagt; der Konzernchef Ross Perot heuert auf eigene Faust ein Kommando unter dem ehemaligen Oberst Arthur „Bull“ Simons an. Follett, bis dahin für erfundene Spionagegeschichten bekannt, hat Beteiligte befragt und einen Bericht geschrieben, der sich als Roman liest. Die Aktion ging als „Operation Hotfoot“ in die Überlieferung ein; 1986 wurde sie für das Fernsehen verfilmt.

Inhalt

Perot, Milliardär und Patriarch von EDS, duldet nicht, dass zwei seiner Leute als Druckmittel in einem Land sitzen, das umkippt. Anwälte und das amerikanische Außenministerium treten auf der Stelle; Kautionen und Gegenklagen versanden. Simons, ein alter Offizier verdeckter Einsätze, stellt eine kleine Gruppe aus Firmenangehörigen zusammen – keine Soldaten von der Stange, sondern Männer, die Teheran kennen oder lernen müssen. Follett erzählt die Vorbereitung in den Vereinigten Staaten und in Paris, die Waffenfrage, die Legenden, das Unbehagen, Bürgerwehr für einen Konzern zu spielen. Im Iran verschärft sich die Lage: Das Gefängnis, die Stimmung auf den Straßen, die unklare Macht zwischen Schah, Militär und den Anhängern Chomeinis.

Die Befreiung gerät nicht zum glatten Schlag. Unruhen öffnen Tore, die Pläne nicht vorgesehen haben; die Geiseln kommen in der allgemeinen Auflösung frei, und das Kommando muss sie durch ein Land bringen, das keine sichere Seite mehr hat. Die Flucht führt über das türkische Grenzland, mit Geld, List, Erschöpfung und der ständigen Möglichkeit, dass dieselbe Menge, die das Gefängnis sprengte, die Amerikaner als Beute nimmt. Follett hält die Namen der wirklichen Beteiligten, die Reihenfolge der Tage, die Streitigkeiten zwischen Perot, Simons und den jüngeren Männern, die keine Kriegshelden sind. Chiapparone und Gaylord bleiben keine bloßen Pakete; ihre Angst und ihre Firmenloyalität gehören zur Rechnung.

Am Ende stehen die beiden in Sicherheit, Perot hat seinen Willen durchgesetzt, und die Frage, ob ein privates Kommando Völkerrecht und Vernunft verletzt hat, bleibt im Raum, ohne dass Follett sie zur Anklage macht. Er bewundert den Unternehmergeist und die Kameradschaft, schildert aber auch das Chaos, in dem Erfolg Zufall war. Die iranische Seite erscheint vor allem als Gefahr und Kulisse des Zusammenbruchs, selten als Politik mit eigenen Gründen. Das Buch schließt mit Heimkehr, Ehren und der Legende, ein Konzern habe getan, was eine Regierung nicht tat. Die Schwingen des Adlers sind das Firmenzeichen und das Bild der Ausfliegenden.

Einordnung

Follett hat den Tatsachenstoff zwischen seinen großen Erfindungen geschrieben, vor Die Säulen der Erde, und gezeigt, dass Recherche denselben Sog erzeugen kann wie eine Kathedrale. Kritik hat die Nähe zu Perots Selbstbild bemerkt: der starke Mann, der Mitarbeiter nicht opfert, Amerika, das sich nicht vom Ausland demütigen lässt. Als Quelle für den Iran der Revolution taugt der Band wenig; als Erzählung einer privaten Militäroperation bleibt er ein Hauptstück jener achtziger Jahre, in denen solche Geschichten Heldengeschichten sein durften.

Wer nach Follett über Geiseln im Iran spricht, hat oft dieses Kommando vor Augen, nicht nur die späteren Botschaftsgeiseln. Lübbe hält das Taschenbuch neben den Mittelalterromanen; es ist das andere Gesicht desselben Autors: Gegenwart, Firma, Grenze. Simons stirbt nicht im Buch, er bringt die Leute durch. Perot geht später in die Politik. Die zwei Manager gehen zurück an den Schreibtisch. Der Roman hat daraus eine Fahne gemacht, die man sehen und bezweifeln kann.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.