Redwall

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Brian Jacques · 1986 · Kinderbuch
Das Werk
Deutscher Titel: Redwall
Autor(en): Brian Jacques
Originaltitel: Redwall
Originalsprache: englisch
Erstveröffentlichung: 1986
Schlagwörter: Abtei, Mäuse, Belagerung, Mut
Sachgebiete: Kinderbuch
Greifbare Ausgabe
Verlag: Thienemann
Serie: Redwall
Umfang dieser Ausgabe: 444 Seiten
ISBN: 9783522171403
Verweise

Redwall ist der 1986 erschienene erste Band der gleichnamigen Kinderbuchreihe von Brian Jacques, deutsch 1998 bei Thienemann als Redwall – Der Sturm auf die Abtei. In einer Welt ohne Menschen bewohnen sprechende Tiere eine Abtei, die Mäuse gegründet haben, und werden von einer Rattenarmee belagert. Jacques, Hafenarbeiter und Hörfunkerzähler aus Liverpool, hat die Geschichte zuerst für blinde Kinder erzählt; daraus wurde eine Folge von mehr als zwanzig Bänden, von denen nur die frühen ins Deutsche kamen. Der erste Band genügt sich selbst: Er erzählt, wie ein unscheinbarer Novize zum Krieger wird, ohne die Abtei in eine Kaserne zu verwandeln. Essen, Lieder und Jahreszeiten wiegen so schwer wie Schwerter.

Inhalt

In der Abtei Redwall lebt die junge Maus Matthias unter Abt Mortimer und der weisen Methuselah, zwischen Chor, Küche und den Geschichten vom Gründer Martin dem Krieger, dessen Schwert verschollen ist. Das Leben ist klösterlich und üppig: Die Tiere backen, gärtnern, feiern den Sommer. Draußen sammelt der einäugige Rattenkriegsherr Cluny die Geißel eine Horde aus Ratten, Wieseln und Frettchen und schwört, die Abtei zu nehmen. Ein Wagenunfall wirft ihn zunächst gegen die Mauern; er überlebt, lässt ein Lager aufschlagen und beginnt eine Belagerung, die den behaglichen Rhythmus der Mäuse zerbricht. Matthias, bisher eher tollpatschig als heldenhaft, begreift, dass Gebete allein die Tore nicht halten.

Die Suche nach Martins Schwert führt ihn aus der Abtei zu Sperlingen auf den Dachfirsten, zu der Eule Kapitän Schneeschnabel und in das Reich des Wildkatzenkaisers Katzenschreck, wo er Gefangene befreit und das Schwert endlich aus einem Schlangennest zieht. Unterdessen halten die Belagerten stand: Die Mäusedame Cornelia organisiert, der Hase Basilius Hasenbart kämpft mit komischem Mut, Maulwürfe graben, Otter holen Hilfe vom Fluss. Cluny schickt Spione, baut Belagerungstürme, droht mit Brand und Hunger. Verrat von innen und Sturm von außen wechseln sich ab; Methuselah stirbt, der Abt wird verwundet. Jacques gibt jeder Tierart eine Sprechweise – die Maulwürfe einen bäuerlichen Dialekt, die Otter Kumpelton –, ohne sie zur Ulkfigur zu machen.

Im entscheidenden Kampf stellt Matthias sich Cluny auf den Zinnen. Der Ratte gelingt es fast, die Abtei zu brechen; das Schwert und die Gemeinschaft der Verteidiger wenden die Lage. Cluny kommt um, die Horde läuft auseinander, Redwall bleibt. Matthias wird zum Krieger der Abtei, heiratet später Cornelia, und das Leben aus Küche und Chor kehrt zurück, nun mit der Erfahrung, dass Frieden bewacht werden muss. Der Band schließt nicht mit einem Feldzug in die Ferne, sondern mit der wiederhergestellten Ordnung hinter Mauern. Die späteren Bücher holen Martins Jugend, andere Abteien und andere Feinde nach; wer nur den ersten Band liest, hat die Gründungsgeschichte des Kriegers und der Belagerung.

Einordnung

Jacques hat den Klosterroman mit der Tierfabel und dem Belagerungsepos gekreuzt. Vorbilder sind sichtbar: die gemütliche Fülle englischer Kinderbücher, die klare Front zwischen sesshaften Guten und nomadischen Räubern, ein Mut, der aus Pflicht wächst, nicht aus Blutdurst. Die Einfachheit der Moral – Ratten böse, Mäuse gut – hat Kritik auf sich gezogen; sie trägt den ersten Band, weil die Abtei als Ort des Teilens ernst genommen wird. In England wurde die Reihe ein schulischer und hörspieltauglicher Erfolg, eine Zeichentrickfassung lief im Fernsehen. Deutsch blieb die Folge Stückwerk: Thienemann und später Omnibus brachten nur die frühen Titel.

Wer nach 1986 Kinder in eine erfundene Abtei schickte, in der Kochen und Kämpfen zusammengehören, schickte sie hinter dieses Buch. Es ist kein heimliches Erwachsenenroman und keine Parabel auf den Krieg der Menschen, sondern ein erstes Band, das seine Welt dicht genug macht, dass man darin bleiben will. Die späteren Bände wiederholen das Muster; der Sturm auf Redwall bleibt die Szene, von der die Reihe ihren Namen hat. Matthias legt das Schwert nicht weg. Er lernt, wann es in der Scheide bleiben muss.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.