Die Hüter der Rose

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Rebecca Gablé · 2005 · Roman
Das Werk
Deutscher Titel: Die Hüter der Rose
Autor(en): Rebecca Gablé
Originaltitel: Die Hüter der Rose
Originalsprache: deutsch
Erstveröffentlichung: 2005
Schlagwörter: England, Waringham, Heinrich, Krieg
Sachgebiete: Roman
Greifbare Ausgabe
Verlag: Bastei Lübbe


Umfang dieser Ausgabe: 1120 Seiten
ISBN: 9783404189137
Verweise
Umschlag

Die Hüter der Rose ist ein historischer Roman von Rebecca Gablé, 2005 erschienen, der zweite Band der Waringham-Folge nach Das Lächeln der Fortuna. England 1413: Heinrich V., genannt Harry, wird König, der Krieg in Frankreich flammt wieder auf, das Haus Lancaster braucht Treue. Gablé erzählt das aus der Sicht von John of Waringham, jüngstem Sohn des Robin, der aus Angst vor der geistlichen Laufbahn an den Hof läuft und dort hängt bleibt. Der Titel meint die Tudor-Rose und die, die das Königshaus schützen, noch bevor es Tudor heißt. Das Buch ist umfangreich, personenreich und verbindet erfundene Kent-Adlige mit belegten Schlachten, vom Feld bei Azincourt bis zum Prozess gegen Jeanne d’Arc.

Inhalt

Der dreizehnjährige John glaubt, der Vater wolle ihn zum Bischof Henry Beaufort in die Lehre geben, und flieht nach Westminster. Dort findet er den König, den Freund John Beaufort (Somerset) und den störrischen Waliser Owen Tudor. John zieht mit nach Frankreich, deckt ein Komplott auf, kämpft bei Azincourt und wird Ritter. Der alte Robin stirbt; der Halbbruder Raymond wird Earl of Waringham. John nimmt Raymonds unehelichen Sohn Daniel als Knappen, gerät auf einem Botengang an den Burgunderhof in die Hände des Victor de Chinon, der Azincourt rächen will, und überlebt Folter und Haft nur knapp. Am französischen Hof soll er der Prinzessin Katherine de Valois Englisch beibringen, Harrys künftiger Frau, und hasst, was ihn gefangenhielt. Heimgekehrt heiratet er heimlich Juliana of Wolvesey, Beauforts uneheliche Tochter, die Arthur Scrope versprochen war, und fällt deshalb am Hof in Ungnade.

Harry stirbt 1422 in Vincennes; John wird Erzieher des kleinen Heinrich VI. und stellt eine Leibwache. Owen Tudor bleibt bei der verwitweten Katherine, daraus wird die geheime Ehe, aus der Edmund, Jasper und Owen hervorgehen – der Anfang des Hauses Tudor, den Gablé in Waringham anlegt. John und Juliana verlieren Schwangerschaften, bevor Töchter und Söhne leben; Raymonds Ehe mit einer Französin wird zur Qual, sein Sohn Robert wächst zum Unheil heran. John sitzt im Prozess gegen Jeanne d’Arc, Raymond schlägt dem Earl of Warwick die Nase blutig und wird vom Kindkönig verbannt. Die Regentschaft Humphrey of Gloucester schneidet Beaufort und damit auch John; Scrope macht gemeinsame Sache mit Gloucester. Katherine stirbt, Owen verliert den Halt, John holt ihn aus dem Gefängnis Newgate.

Gloucesters Frau Eleanor Cobham treibt Verwünschungen gegen den König; John wird als Opfer an ein Kreuz geschlagen und von Raymond und Daniel befreit. Mit dem Sturz Eleanors endet Gloucesters Macht. Der Roman schließt 1442 mit einer Hochzeit und der Ankündigung eines Enkels, der die Linie weiterträgt. Zwischen den Familienfesten liegen Baugé, Paris, die Krönung des Knaben, der Hass auf Franzosen, der John nach der Folter nicht verlässt, und die Pflicht, einen schwachen König zu hüten, der nicht Harry ist. Waringham in Kent bleibt der Hof im Kleinen: Pferde, Stewardamt, Brüder, die einander brauchen und verraten. John wird nicht König, er wird Hüter, und genau das meint der Titel, ohne ihn zum Sinnspruch zu machen.

Einordnung

Gablé hat den zweiten Waringham-Band dichter an die große Politik gelegt als den ersten: Azincourt, Troyes, Jeanne, die Tudors. Die erfundene Familie bleibt das Gerüst, an dem belegte Namen hängen; Owen Tudor und Katherine sind historisch, ihre Trauung in Waringham ist Erfindung mit Absicht. Die Länge fordert Geduld; wer nur Schlachten will, muss Hof und Kindbett mitnehmen. Lübbe hat aus der Folge ein Markenzeichen gemacht; Die Hüter der Rose ist darin das Buch des Übergangs vom Kriegerkönig Harry zum unglücklichen Heinrich VI., dessen späteres Unglück andere Bände ernten.

Neben Folletts Kathedralenromanen steht Gablé als die Autorin, die englische Adelsgeschichte als Familiensaga schreibt, gelehrter in der Chronik, weniger am Bau als am Lehen interessiert. Hörbuch und Taschenbuch haben den Band verbreitet; die Figur John trägt weniger Glanz als Robin und braucht das. Wer die Reihe liest, liest hier, wie aus Gefährten des Königs Vormünder eines Kindes werden. Die Rose, die sie hüten, sticht schon, und der Roman weiß das, ohne den Untergang vorwegzunehmen.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.