Mara und der Feuerbringer
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Mara und der Feuerbringer |
| Autor(en): | Tommy Krappweis |
| Originaltitel: | Mara und der Feuerbringer |
| Originalsprache: | deutsch |
| Erstveröffentlichung: | 2009 |
| Schlagwörter: | Seherin, Loki, Schule, Götter |
| Sachgebiete: | Jugendroman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | SchneiderBuch |
| Serie: | Mara und der Feuerbringer |
| Umfang dieser Ausgabe: | 332 Seiten |
| ISBN: | 9783505126468 |
| Verweise | |
Mara und der Feuerbringer ist der 2009 im Franz Schneider Verlag erschienene erste Band einer Trilogie von Tommy Krappweis. Die vierzehnjährige Mara Lorbeer erfährt, dass sie die letzte germanische Seherin ist und den gefesselten Loki hindern muss, frei zu werden. Krappweis, bekannt als Fernsehautor und Regisseur, hat die nordische Götterwelt in eine deutsche Schule und in bayerische Wälder gelegt, mit Witz, Angst und einem Sachregister, das der Mediävist Rudolf Simek prüfte. Es folgten Das Todesmal (2010) und Götterdämmerung (2011); 2015 verfilmte Krappweis den ersten Band selbst. Der Roman nimmt Jugendliche ernst, ohne die Götter zu verharmlosen.
Inhalt
Mara Lorbeer wäre gern unsichtbar in ihrer Klasse. Sie hat Tagträume, über die sich die anderen lustig machen; die Mitschülerin Larissa macht sie zur Außenseiterin. Zu Hause leben die Mutter, der Freund der Mutter und Alltagsstreit, kein Mythenhaushalt. Dann durchbricht die Sage die Schule: Mara sieht, was andere nicht sehen, und begreift, dass die Träume kein Makel sind, sondern Amt. Eine Spákona, eine Seherin, ist sie die Letzte ihrer Art. Der Halbgott Loki, der Feuerbringer, rührt an seinen Fesseln; wenn er frei wird, steht mehr auf dem Spiel als Maras Ruf in der Pause. Helfer finden sich widerwillig: Mitschüler, Erwachsene, die zuerst nicht glauben, und Gestalten aus der nordischen Überlieferung, die nicht als Kostüm kommen.
Mara lernt, dass Wissen über Runen, Götter und Orte keine Schmuckfolie ist. Krappweis lässt Simek die Fakten halten: Was Mara anruft, hat in der Forschung einen Namen, auch wenn die Handlung erfindet, wie es in der Gegenwart zuschlägt. Die Schule bleibt Schauplatz – Demütigung, Clique, die Lust, zurückzuschlagen –, und die Rache an Larissa macht Mara nicht froh. Parallel wächst die Bedrohung: Loki sucht Wege, sich zu lösen, und Menschen, die ihm nützen, ohne es zu wissen. Mara muss wählen zwischen dem Wunsch, normal zu sein, und der Pflicht, die sie nicht bestellt hat. Der erste Band erzählt die Berufung und die erste Probe, nicht das Ende der Götter.
Freundschaft entsteht bei der Arbeit, nicht als Lohn für Tapferkeit. Mara bleibt schroff, ängstlich, komisch; sie weint, obwohl Weinen in ihrer Klasse als Schwäche gilt. Der Roman schließt so, dass die Trilogie weiterkann: Loki ist nicht erledigt, Mara nicht fertig, die Welt nur einen Spalt weit geöffnet. Krappweis mischt Schulalltag und Mythos, ohne den Mythos zur Metapher für Pubertät zu verkleinern. Wer nur eine Heldin mit Zauberauftrag erwartet, trifft ein Mädchen, das seine Gabe zuerst als Störung erlebt hat.
Einordnung
Krappweis hat gegen die angloamerikanische Fantasy der Jahre um 2010 eine germanische Stofflage gesetzt, die in Deutschland oft entweder völkisch belastet oder ins Museum verbannt war. Die wissenschaftliche Beratung durch Simek ist Teil des Programms: keine Hörnerhelme, keine beliebigen Runen, dafür Witz, der die Schwere erträglich macht. Die Trilogie fand ihr Publikum in Schulen, bei Mittelalterfans und in der Szene, die Live-Rollenspiel kennt; ein Massenphänomen wie andere Jugendreihen wurde sie nicht. Der Film von 2015 mit Lilith Stangenberg hat den ersten Band ins Kino geholt und die Mischung aus Gegenwart und Sage sichtbar gemacht.
Als Jugendroman steht Mara neben Büchern, die Mythos in die Schule tragen, ohne die Schülerin zur auserwählten Heiligen zu glätten. Die späteren Bände steigern Einsatz und Dunkelheit bis zur Götterdämmerung; der erste bleibt das Buch der Berufung. Neuausgaben bei der Edition Roter Drache und später beim JMB Verlag haben den Text erweitert und mit Register versehen. Wer nordische Götter nur aus vereinfachten Kinderbüchern kennt, findet hier die unbequeme Variante: Loki ist keine lustige Figur, und Seherin sein heißt nicht, bewundert zu werden.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
