I Promessi Sposi
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | I Promessi Sposi |
| Autor(en): | Alessandro Manzoni |
| Originaltitel: | I Promessi Sposi |
| Originalsprache: | italienisch |
| Erstveröffentlichung: | 1827 |
| Schlagwörter: | Brautleute, Pest, Mailand, Herrschaft |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | dtv
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| Umfang dieser Ausgabe: | 928 Seiten |
| ISBN: | 9783423130387 |
| Verweise | |
I Promessi Sposi ist der historische Roman von Alessandro Manzoni, 1827 zuerst gedruckt, 1840 bis 1842 in der sprachlich gereinigten Fassung, die seither gilt. Deutsch heißt das Buch Die Brautleute oder älter Die Verlobten; die dtv-Ausgabe von Burkhart Kroeber hat den originalnahen Titel gewählt. Zwei junge Leute vom Comer See, Renzo und Lucia, wollen heiraten und werden von der Willkür eines Feudalherrn, von Hungerrevolte und Pest durch das spanisch beherrschte Herzogtum Mailand der Jahre 1628 bis 1630 gejagt. Manzoni hat den modernen italienischen Roman begründet und das Toskanische zur Prosa der Nation gemacht. Goethe bewunderte die Reife; die Schule hat den Band kanonisiert, bis man ihn zu fürchten lernte.
Inhalt
Am 7. November 1628 erpressen die Bravi des Don Rodrigo den Dorfpfarrer Don Abbondio, Lorenzo Tramaglino und Lucia Mondella nicht zu trauen: Rodrigo hat mit dem Vetter Attilio gewettet, Lucia zur Geliebten zu machen. Der Kapuziner Pater Cristoforo stellt sich vor das Paar und scheitert an Rodrigos Macht. Ein Versuch, die Ehe vor Zeugen zu erzwingen, misslingt; Cristoforo schickt Lucia ins Kloster nach Monza, Renzo nach Mailand. In Monza nimmt sich die zwangsweise Nonne Gertrude, die Signora, Lucias an und verrät sie später an den Geliebten Egidio. Renzo gerät in Mailand in den Brotaufstand, hält eine Rede gegen Tyrannen, wird als Aufwiegler verhaftet, flieht über die Adda ins venezianische Bergamo zu einem Vetter und taucht unter.
Lucia wird auf Rodrigos Betreiben vom »Ungenannten«, einem gefürchteten Raubritter, aus dem Kloster entführt. In der Angst gelobt sie, auf die Ehe zu verzichten, wenn die Madonna sie rettet. Der Ungenannte, von ihrer Unschuld und von einem Gespräch mit Kardinal Federico Borromeo getroffen, bekehrt sich, lässt Lucia frei und wird zum Wohltäter seiner Leute. Rodrigo verliert den Rückhalt. Hungersnot, durchziehende Söldner und die Pest von 1630 verwüsten Mailand und das Land. Manzoni schiebt lange historische Berichte ein: Gerüchte von Salbern, Prozessionen, die anstecken, die Ohnmacht der Behörden. Renzo sucht Lucia durch die entvölkerte Stadt, trifft den sterbenden Rodrigo im Lazarett und verzeiht ihm auf Cristoforos Drängen.
Im Frauenlager findet er Lucia, die die Krankheit überstanden hat und pflegt. Cristoforo löst das Gelübde: Das ältere Eheversprechen gilt vor dem späteren Schwur. Don Abbondio traut die beiden, nachdem der neue Herr den Haftbefehl aufhebt. Renzo, Lucia und die Mutter Agnese gehen in die Gegend von Bergamo, kaufen eine Seidenspinnerei, bekommen Kinder, die lesen und schreiben lernen sollen, damit niemand sie übervorteilt. Der Erzähler, der das Ganze als Bearbeitung einer alten Handschrift ausgibt, schließt mit der Lehre der einfachen Leute: Unglück kommt auch über Unschuldige; Vertrauen in Gott kann es lindern und nützlich machen. Die Ironie, mit der Manzoni diesen Kern hinsetzt, gehört zum Buch.
Einordnung
Manzoni hat zwanzig Jahre an Sprache und Stoff gearbeitet, von der Fassung Fermo e Lucia über die Ventisettana von 1827 bis zur »Spülung im Arno«, die das Lombardische zugunsten des Florentinischen tilgte. Der Roman sollte das Volk erreichen, nicht nur die Gebildeten, und hat die italienische Literatursprache mitgeformt, vergleichbar der Lutherbibel im Deutschen. Helden sind Arme, nicht Ritter; die Zeit ist die spanische Fremdherrschaft, in der die Leser des Risorgimento ihre eigene Knechtschaft erkannten. Die Pestkapitel, aus Chroniken gearbeitet, gehören zu den großen Seuchentexten Europas. Goethe fand, der Historiker ziehe dem Dichter den Rock aus; genau diese Mischung aus Chronik und Figurenblick macht das Buch modern.
Kroebers Übersetzung hat dem deutschen Leser die Fülle zurückgegeben, die ältere Fassungen unter dem Titel Die Verlobten oft kürzten. Umberto Eco, dessen Der Name der Rose Kroeber ebenfalls verdeutscht hat, liebte Manzoni, weil er ihn vor der Schule las. Wer nach diesem Roman über den historischen Roman in Italien spricht, spricht hinter Manzoni; wer ihn für eine fromme Liebesgeschichte hält, hat Don Abbondios Feigheit, Gertrudes Verbrechen und die fünfzig Seiten Pest nicht gelesen. Die Brautleute kommen zusammen, weil die Macht sich bekehrt, die Seuche wütet und ein Mönch das Gelübde löst – nicht weil die Welt gerecht wäre.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
