Schindlers Liste
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Schindlers Liste |
| Autor(en): | Thomas Keneally |
| Originaltitel: | Schindler's Ark |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1982 |
| Schlagwörter: | Krakau, Rettung, Lager, Fabrik |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Goldmann
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| Umfang dieser Ausgabe: | 344 Seiten |
| ISBN: | 9783442425297 |
| Verweise | |
Schindlers Liste ist der 1982 unter dem Titel Schindler's Ark erschienene Roman von Thomas Keneally, deutsch nach der Verfilmung unter dem Filmtitel. Der Australier hat nach Gesprächen mit Überlebenden, voran Leopold Pfefferberg, das Leben des Industriellen Oskar Schindler erzählt, der in Krakau Juden als Arbeitskräfte anforderte und über tausend vor den Lagern bewahrte. 1982 erhielt das Buch den Bookerpreis. Es ist ein Roman auf dokumentarischer Grundlage, kein Geschichtsbuch: Keneally füllt Szenen, Dialoge, Motive, wo die Akten schweigen, und lässt Schindler den Bonvivant, der er war, bevor er der Retter wurde.
Inhalt
Schindler, Industriellensohn aus Mähren, Frauenheld, Mitglied der Partei, kommt 1939 nach Krakau, bestecht, schenkt, schließt Freundschaft mit jedem, der eine Genehmigung unterschreiben kann, und übernimmt eine Emaillefabrik. Der Buchhalter Itzhak Stern und andere Juden aus dem Ghetto werden seine Belegschaft; die Arbeit schützt, solange die Wehrmacht Pfannen braucht. Schindler sieht bei der Räumung des Ghettos, wie Menschen auf der Straße erschossen werden, und sagt später, seitdem habe jedem Denkenden klar sein müssen, was komme, und er habe sich vorgenommen, es zu verhindern. Verhindern im großen Sinn kann er nichts. Er kann Namen auf Listen setzen, Bestechungsgelder zahlen, den Lagerkommandanten Amon Göth in Płaszów bei Laune halten, Leute aus Transporten holen, die nach Auschwitz gehen.
Göth erschießt vom Balkon, willkürlich, zum Sport. Schindler trinkt mit ihm, widerspricht selten offen, kauft Leben. Emilie Schindler, die Frau, die er betrügt und braucht, führt später in Brünnlitz Küche und Krankenstube. Ende 1944 sollen die Lager um Krakau geräumt, die Häftlinge nach Auschwitz gebracht werden. Schindler erwirkt die Verlegung der Fabrik nach Brünnlitz in Mähren, angeblich für kriegswichtige Produktion. Über tausend Namen stehen auf der Liste, darunter auch solche, die er nicht einsetzen kann; er zahlt für sie. In Brünnlitz wird kaum produziert, es wird überwintert. Bei Kriegsende schmieden ihm Gerettete aus Zahngold einen Ring mit dem Satz aus dem Talmud, wer ein Leben rette, rette die Welt. Schindler flieht in den Westen, scheitert als Geschäftsmann, wird von denen, die er gerettet hat, erhalten. Keneally erzählt das ohne Heiligenschein: Der Mann bleibt eitel, untreu, abhängig vom Spiel mit der Macht, die er hintergeht.
Zwischen den Kapiteln stehen die Wege einzelner Arbeiter, die Logik der Listen, die Bürokratie des Mords, die Schindler mit derselben Bürokratie täuscht. Pfefferbergs Hartnäckigkeit, das Buch überhaupt in Auftrag zu geben, gehört in die Entstehung, nicht in die Fabel, prägt aber den Ton: Es ist ein Roman der Geretteten, die einen unmöglichen Deutschen behalten wollen, ohne ihn zu waschen. Die Liste ist Papier gegen die andere Liste, die in die Vernichtung führt. Wer darauf steht, lebt nicht, weil Schindler gut ist, sondern weil er rechnet, schenkt, lügt und einen Rest Scham nicht verloren hat.
Einordnung
Keneally hat ein Genre getroffen, das nach 1982 immer größer wurde: die dokumentarische Erzählung des Massenmords mit einer Figur, an der Leser sich halten können. Die Gefahr ist bekannt und im Buch nicht ganz gebannt: Schindler wird zur Ausnahme, die das System lesbar macht, indem sie ihm widerspricht; Millionen ohne Schindler bleiben weniger sichtbar. Dennoch ist der Roman härter als sein Nachruhm. Göth ist keine Folie des Bösen, sondern der Alltag der Macht; Stern ist kein bloßer Gewissensspiegel; die Geretteten sind nicht dankbar im Chor, sie sind erschöpft.
Steven Spielbergs Film von 1993 hat den Titel weltweit durchgesetzt, das Schwarzweiß, das Mädchen im roten Mantel, den Ring. Der Film hat Gerettete als Statisten versammelt und Schindler zum Schluss weinen lassen; das Buch lässt ihn zwiespältiger. Goldmann brachte die deutsche Taschenbuchausgabe nach dem Film. Wer den Film kennt und das Buch liest, trifft mehr Geschäft, mehr Alkohol, mehr Zufall. Der Bookerpreis galt einem Roman, der sich als Tatsachenbericht las; die Grenze bleibt die des Stoffes: Man darf erfinden, wo Zeugen fehlen, und muss sagen, dass man es tut. Keneally hat das im Vorwort getan. Die Liste ist Literatur geworden, ohne aufzuhören, Namen zu sein.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
