The Hate U Give
| Daten zum Buch | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | The Hate U Give |
| Autor(en): | Angie Thomas |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | cbj |
| Serie: | |
| Erscheinungsjahr: | 2017 |
| Seitenanzahl: | 528 Seiten |
| Originaltitel: | The Hate U Give |
| Originalsprache: | englisch |
| ISBN-10: | 3570312984 |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783570312988 |
| Schlagwörter: | Polizei, Zeugin, Rassismus, Stimme |
| Sachgebiete: | Jugendroman |
| Rezensionen | |
The Hate U Give ist der erste Jugendroman der amerikanischen Schriftstellerin Angie Thomas, 2017 erschienen, von Henriette Zeltner-Shane übersetzt. Eine Sechzehnjährige sieht, wie ein Polizist ihren Freund erschießt, und muss reden, obwohl Reden sie spaltet und gefährdet. Der Titel zitiert den Rapper Tupac Shakur: Der Hass, den man kleinen Kindern gibt, richtet alle zugrunde. Thomas schreibt aus Jackson, Mississippi, nach dem Tod Oscar Grants und im Umkreis der Bewegung Black Lives Matter. 2018 erhielt der Band den Deutschen Jugendliteraturpreis der Jugendjury. Der englische Titel ist geblieben.
Inhalt
Starr Carter lebt in Garden Heights, einem Viertel, in dem überwiegend Schwarze wohnen, und fährt mit den Brüdern Seven und Sekani auf die Williamson High, eine Privatschule der weißen Oberschicht. Die Eltern Maverick und Lisa haben die Kinder auf zwei Leben trainiert. Auf einer Party trifft Starr Khalil, den Freund aus Kindertagen; eine Schießerei beendet das Fest, Khalil fährt sie heim. Die Polizei hält sie an. Starr bleibt still, wie gelehrt. Khalil wird aus dem Wagen geholt, beugt sich nach ihr – der Beamte schießt dreimal in den Rücken. Khalil war unbewaffnet.
Die Öffentlichkeit macht aus dem Toten einen Dealer und Gangmitglied. Starrs Name bleibt geheim; in der Schule will sie nicht als Mädchen aus dem Armenviertel gelten und sagt den Freundinnen Maya und Hailey und dem weißen Freund Chris nichts. Die beiden Starrs lassen sich nicht mehr trennen. Onkel Carlos, Detective, überredet sie zur Aussage. Maverick hat drei Jahre für die King Lords gesessen, um aus der Gang zu kommen; Carlos war in der Zeit der Vater. Starr schildert den Polizisten den Abend, begleitet von der Mutter, und merkt, dass die Aussage wenig zählt: Der Schütze bleibt frei. Proteste flammen auf. Starr redet öffentlich, gibt Interviews, geht auf die Straße. Die King Lords fühlen sich getroffen; es kommt zu Ausschreitungen, ein Geschäft in Garden Heights brennt.
Hailey fällt mit rassistischen Sätzen aus der Freundschaft; Chris hält, nachdem die Wahrheit da ist. Starr lernt, eine Stimme zu sein, ohne eine der beiden Welten zu verraten. Maverick hängt Malcolm X an die Wand und lässt die Kinder das Zehn-Punkte-Programm der Black Panther aufsagen; die Mutter will die Kinder lebend aus dem Viertel holen. Beides gilt. Der Roman schließt nicht mit einem Urteil gegen den Schützen, sondern mit Starr, die nicht mehr flüstert. Die Wut bleibt, die Zeugin auch.
Einordnung
Thomas hat keinen Traktat geschrieben, sondern einen Schul- und Familienroman, in dessen Mitte ein toter Junge liegt. Starrs doppelte Sprache – vorsichtig in Williamson, zu Hause im Ton des Viertels – ist das Verfahren, nicht Schmuck. Wer das Buch auf das Erwachsenwerden einer Sprecherin reduziert, unterschlägt Khalil. Wer es nur als Anklage gegen die Polizei liest, unterschlägt Carlos und die Gangs, die dasselbe Viertel bedrücken. Thomas hat gesagt, sie schreibe gegen Polizeigewalt, nicht gegen Polizisten. In den Vereinigten Staaten gehört der Band zu den am häufigsten aus Schulbibliotheken entfernten Büchern; als Gründe gelten Gewalt, derbe Wörter und eine »polizeifeindliche Haltung«. Thomas hält dagegen, es gehe den Gegnern nicht um Wörter, sondern darum, das Thema zu vermeiden.
George Tillman Junior verfilmte 2018 mit Amandla Stenberg. In Deutschland ist der Roman Schullektüre geworden, in der Nachbarschaft von Die Welle, die Gehorsam als Experiment zeigt; hier ist der Gehorsam alltäglich und tödlich, wenn ein Jugendlicher sich zu schnell bewegt. Der Titel bleibt englisch, weil er ein Zitat ist. Auf Deutsch hieße er eine These. Als These ist er hart genug: Hass, den man Kindern gibt, endet nicht bei den Kindern.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
