Chronik der Vampire

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Chronik der Vampire
Autor(en): Anne Rice
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Goldmann
Serie:
Erscheinungsjahr: 1976
Seitenanzahl: 288 Seiten
Originaltitel: Interview with the Vampire
Originalsprache: englisch
ISBN-10: 3442457912
ISBN-13/

EAN-Code:

9783442457915
Schlagwörter: Vampir, New Orleans, Unsterblichkeit, Beichte
Sachgebiete: Roman
Rezensionen
Umschlag

Chronik der Vampire ist der deutsche Name des Zyklus von Anne Rice und das gängige Lemma für den ersten Band, 1976 als Interview with the Vampire erschienen, deutsch zuerst als Gespräch mit einem Vampir. Ein Vampir erzählt einem Reporter in einem Zimmer in San Francisco sein Leben, vom Louisiana des späten achtzehnten Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Rice hat den Untoten aus dem Schauern der Hammer-Filme geholt und ihm Melancholie, Begehren und eine Familie gegeben. Der Band eröffnete eine Reihe, die Lestat in den Mittelpunkt rücken sollte; hier spricht noch Louis.

Inhalt

Louis de Pointe du Lac, Pflanzer bei New Orleans, trauert um den Bruder und will nicht mehr leben, als Lestat de Lioncourt ihn 1791 zum Vampir macht. Lestat ist Lehrer und Tyrann: Er zeigt Louis das Töten, nicht das Warum, und hält ihn in einer Gemeinschaft, die keine Gleichheit kennt. Louis hungert nach Blut und nach Sinn, jagt Tiere, dann Menschen, und hasst sich dafür. Zusammen erschaffen sie Claudia, ein Kind in einem Körper, der nicht wächst. Claudia wird zur dritten im Haus, klüger und kälter als Louis, abhängig von Lestat, den sie eines Nachts zu vergiften und in den Sumpf zu werfen sucht.

Die drei – Louis, Claudia, später eine Ersatzmutter – fliehen nach Europa auf der Suche nach ihresgleichen. In Paris finden sie das Théâtre des Vampires, eine Truppe, die den Sterblichen das Grauen als Kunst vorführt, angeführt von Armand. Armand will Louis, nicht das Kind. Claudia und die Gefährtin werden dem Licht überantwortet; Louis zündet das Theater an. Armand und Louis ziehen weiter, die Bindung trägt nicht. Jahrzehnte später sitzt Louis dem Reporter gegenüber, einem jungen Mann, der die Unsterblichkeit begehrt, statt die Warnung zu hören. Louis hat erzählt und nichts gelöst: Lestat ist nicht sicher tot, die Nacht geht weiter.

Der Roman ist eine Beichte ohne Absolution. New Orleans, die Plantagen, die Oper, die Pariser Bühne – Rice gibt den Untoten Räume der Kultur, nicht nur Gräber. Claudia bleibt die Wunde: ein Geist in einem Kinderleib, der weder sterben noch erwachsen werden kann. Louis spricht, weil Schweigen die Nacht nicht erklärt, und der Reporter hört zu, weil er die Nacht will. Die späteren Bände der Chronik holen Lestat als Erzähler nach vorn und weiten die Mythologie; dieser erste bleibt die Nacht, in der Louis spricht.

Einordnung

Rice hat den Vampirroman der siebziger Jahre umgedreht: nicht der Jäger, sondern der Gejagte erzählt, und das Begehren ist nicht nur Hunger. Die katholische Herkunft der Autorin, der Tod ihrer Tochter, New Orleans als Stadt der Totenmessen liegen unter dem Buch, ohne dass es zur Allegorie wird. Nach Bram Stoker und vor der späteren Flut von Vampirserien steht dieser Band als Beichte und als Stilbruch: Sätze, die den Schauer ernst nehmen und ihn schön machen, auf die Gefahr hin, ihn zu weich zu zeichnen. Louis' Stimme ist die Erfindung; Lestat wird erst danach zum Mittelpunkt.

Neil Jordans Film von 1994 mit Tom Cruise und Brad Pitt hat Lestat berühmt gemacht und Louis' Melancholie ins Bild gesetzt; die spätere Fernsehfassung hat denselben Stoff noch einmal erzählt. Wer die Chronik als Lestat-Sage liest, beginnt oft mit dem zweiten Band und verpasst, dass das erste Buch gegen den Schöpfer spricht. Goldmann hat den Titel zwischen Gespräch und Interview schwanken lassen; das Lemma der Reihe hat sich im Deutschen durchgesetzt. Die angegebene Ausgabe ist die Taschenbuchform des ersten Bandes.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.