Tinker Tailor Soldier Spy
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Tinker Tailor Soldier Spy |
| Autor(en): | John le Carré |
| Originaltitel: | Tinker Tailor Soldier Spy |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1974 |
| Schlagwörter: | Spionage, Verrat, London, Maulwurf |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Ullstein
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| Umfang dieser Ausgabe: | 416 Seiten |
| ISBN: | 9783548061795 |
| Verweise | |
Tinker Tailor Soldier Spy ist der 1974 erschienene Spionageroman von John le Carré, im selben Jahr auf Deutsch als Dame, König, As, Spion herausgekommen. Der Titel zitiert einen englischen Abzählreim, mit dem der sterbende Geheimdienstchef Control fünf Verdächtige im eigenen Haus belegt. George Smiley, schon aus älteren Bänden bekannt, sucht als Pensionär den Maulwurf, der den britischen Dienst an Moskau verkauft hat. Le Carré, selbst kurz im Nachrichtendienst, hat daraus keine Heldengeschichte gemacht, sondern die Anatomie eines Amts, das sich selbst nicht mehr traut. Der Roman eröffnet die Karla-Trilogie und gilt als sein genauestes Buch über den Kalten Krieg.
Inhalt
Im Londoner Circus, dem Hauptquartier des britischen Geheimdienstes, ist die alte Führung entmachtet. Control ist tot, George Smiley in den Ruhestand geschickt, die loyale Archivarin Connie Sachs ebenso. Die Macht liegt bei einer Vierergruppe um Percy Alleline, Bill Haydon, Roy Bland und Toby Esterhase, deren Ansehen auf der Operation Witchcraft beruht: angeblich sowjetische Quellen liefern unter dem Decknamen Merlin Material von solcher Güte, dass die Amerikaner wieder mit den Briten sprechen. Control hatte vor seinem Sturz fünf Männer nach dem Abzählreim getauft – Tinker, Tailor, Soldier, Poorman, Beggarman – und den Agenten Jim Prideaux nach Brünn geschickt, um den Maulwurf Gerald zu stellen. Das Treffen war eine Falle; Prideaux wurde angeschossen, die britischen Netze flogen auf, er vegetiert als Aushilfslehrer in einem Internat. Monate später berichtet der Auslandsagent Ricki Tarr aus Hongkong von einer sowjetischen Überläuferin namens Irina, die von einem britischen Maulwurf wusste. Der Circus blieb untätig, Irina verschwand. Der Beamte Oliver Lacon holt Smiley zurück.
Smiley arbeitet mit dem Inspektor Mendel und dem noch im Dienst stehenden Peter Guillam. Akten zur Sache Irina fehlen, Haydon war vorab über Testify unterrichtet und verbrachte jenen Abend bei Smileys Frau Ann, ehe er die gescheiterte Mission abwickelte. Der angebliche Kulturattaché Poljakow, Kontaktmann von Witchcraft, entpuppt sich als Mann des sowjetischen Gegenspielers Karla. Smiley zwingt Esterhase, den Treffpunkt preiszugeben, lockt den Maulwurf mit einem fingierten Alarm und nimmt Haydon fest. Im Verhör gesteht Haydon jahrelangen Verrat: Witchcraft sollte den Briten gezinkte Ware liefern und ihnen den Weg zu den Amerikanern öffnen; Karla hatte Haydon auf Ann angesetzt, um Smileys Urteil zu trüben. Haydon wartet gelassen auf den Austausch nach Moskau.
In der Nacht sucht Prideaux den alten Freund und Geliebten auf und bricht ihm das Genick. Offiziell lastet man den Tod der Sowjetunion an. Prideaux kehrt an die Schule zurück. Smiley hat den Maulwurf gefunden und den Circus nicht geheilt: Die Institution bleibt, was sie war, ein Haus, das seine besten Leute verbraucht und die Wahrheit nur in Bruchstücken kennt. Der Abzählreim ist abgearbeitet, Karla sitzt noch in Moskau.
Einordnung
Le Carré hat den Spionageroman vom Glanz der Lizenz zum Töten getrennt und ins Amtsdeutsch, in die Kantine und in die verletzte Ehe geholt. Smiley ist kein Held der Tat, sondern ein Leser von Akten und Menschen, dessen Klugheit an der eigenen Blindheit für Ann scheitert. Die deutsche Erstübersetzung von Rolf und Hedda Soellner hat die Tarnnamen in Spielkarten verwandelt; Peter Torbergs Neuübertragung von 2024 behält den Abzählreim und den Originaltitel. Gegenüber Der Spion, der aus der Kälte kam, der den einzelnen Agenten in die Kälte schickt, erzählt dieser Band das Innere des Dienstes: Clique, Eitelkeit, die Angst, von den Amerikanern nicht mehr gebraucht zu werden. Der sowjetische Karla bleibt beinahe unsichtbar; gerade deshalb lastet er auf jeder Seite.
Die BBC-Serie von 1979 mit Alec Guinness und der Kinofilm von 2011 mit Gary Oldman haben Smiley ein Gesicht gegeben, das viele Leser nicht mehr abstreifen. Beide Fassungen kürzen die Amtsmüdigkeit und heben die Enttarnung hervor; der Roman bleibt langsamer, genauer und kälter. Wer nach le Carré über Verrat im eigenen Haus spricht, spricht hinter diesem Buch, nicht hinter dem Abenteuer. Die Karla-Trilogie führt Smiley weiter nach Asien und an die Berliner Mauer; hier ist die Wunde gelegt.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
