Wiedersehen in Howards End

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Wiedersehen in Howards End
Autor(en): E. M. Forster
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Fischer Taschenbuch
Serie:
Erscheinungsjahr: 1910
Seitenanzahl: 410 Seiten
Originaltitel: Howards End
Originalsprache: englisch
ISBN-10: 3596158982
ISBN-13/

EAN-Code:

9783596158980
Schlagwörter: Landhaus, Klasse, London, Erbschaft
Sachgebiete: Roman
Rezensionen
Umschlag

Wiedersehen in Howards End ist der 1910 erschienene Roman von E. M. Forster, im Original einfach Howards End, nach dem Landhaus, das die Handlung zusammenzieht. Forster stellt zwei Familien gegeneinander, die Schlegels und die Wilcoxes, und dazwischen einen Mann, der weder zu den einen noch zu den anderen gehört. Der berühmte Vorspruch »Only connect« meint keine Harmonie, sondern die Arbeit, Geist und Geld, Kultur und Geschäft, Innenleben und Außenwelt überhaupt erst zusammenzubringen. Das Haus überlebt die Personen, die es besitzen wollen; der Roman fragt, wem England gehören soll, ohne die Antwort zu einem Lehrsatz zu machen. James Ivorys Film von 1992 hat die Bilder geliefert, an denen man den Text oft wiedererkennt, bevor man ihn gelesen hat.

Inhalt

Die Schwestern Margaret und Helen Schlegel leben mit dem jüngeren Bruder Tibby in London von einem ererbten Wohlstand, der ihnen Bücher, Konzerte und Gespräche erlaubt. Sie sind deutschstämmig, gebildet und davon überzeugt, dass man die Welt mit dem Kopf und dem Herzen ordnen könne. Bei einer Reise nach Deutschland verlobt sich Helen übereilt mit Paul Wilcox; die Verlobung zerbricht, kaum dass sie ausgesprochen ist. Zurück in England entsteht zwischen Margaret und Ruth Wilcox, der Frau des Geschäftsmanns Henry Wilcox, eine stille Freundschaft. Ruth hängt an Howards End, einem unscheinbaren Haus in Hertfordshire, das den übrigen Wilcoxes zu klein und zu ländlich vorkommt. Vor ihrem Tod hinterlässt sie Margaret das Haus auf einem Zettel. Die Familie unterschlägt den Wunsch; Margaret erfährt nichts.

Jahre später heiratet Margaret den verwitweten Henry, nicht aus Berechnung, sondern weil sie glaubt, den praktischen Mann an das Leben binden zu können, das die Schlegels führen. Helen hat inzwischen Leonard Bast kennengelernt, einen Versicherungsangestellten, der sich mit Büchern aus der Unterschicht herauslesen will. Die Schlegels raten ihm, die Stellung zu wechseln, weil Henry die Firma für unsicher hält; der Rat stürzt Leonard tiefer, nicht hinauf. Helen, schwanger von Leonard, zieht sich nach Deutschland zurück. Als Margaret die Wahrheit erfährt, zwingt sie Henry, der selbst eine Geliebte hatte und Helen die gleiche Nachsicht verweigert, das Haus Howards End für die Schwester zu öffnen.

Leonard erscheint dort, um sich zu erklären. Charles Wilcox, Henrys Sohn, schlägt ihn mit dem Schwert des Hauses; Leonard stirbt an einem Herzfehler, den der Schlag auslöst. Charles kommt ins Gefängnis, Henry bricht zusammen, Margaret bleibt. Am Ende wohnen Margaret, der gebrochene Henry, Helen und ihr Kind in Howards End. Das uneheliche Kind der Schlegels erbt das Haus, das Ruth Margaret zugedacht hatte. Forster schließt nicht mit einer versöhnten Nation, sondern mit einem Garten, in dem Heu gemacht wird, während London näher rückt. Die Verbindung ist zustande gekommen, aber sie hat Leonard das Leben gekostet.

Einordnung

Forster hat den englischen Gesellschaftsroman an die Stelle geführt, an der das Landhaus keine Idylle mehr ist, sondern ein Streit um Besitz, Herkunft und moralisches Recht. Die Schlegels reden von Kultur und versäumen den Mann, den sie beschützen wollten; die Wilcoxes verstehen den Markt und nicht das Haus, das sie bewohnen. Dazwischen steht Leonard, der weder Bildung noch Kapital hat und an beiden zerbricht. Der Satz »Only connect« ist keine Tröstung, sondern eine Aufgabe, an der die Figuren scheitern und die der Roman trotzdem nicht preisgibt. Gegenüber dem späteren Auf der Suche nach Indien bleibt Howards End ins Inland gewandt: das Empire sitzt in den Aktien, nicht in der Kolonie.

Ivorys Verfilmung mit Emma Thompson, Anthony Hopkins und Helena Bonham Carter hat dem Buch ein Nachleben gegeben, das die Härte des Schlusses oft weichzeichnet. Wer Howards End nur als Landhausromanze kennt, hat Leonard Bast nicht mitgelesen. Forster, der selbst zwischen den Klassen und den Geschlechtern lebte, hat hier kein Programm der Versöhnung geschrieben, sondern eine Rechnung: Geist ohne Geld ist ohnmächtig, Geld ohne Geist ist roh, und wer beide verbinden will, zahlt mit dem Leben derer, die weder das eine noch das andere besitzen.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.