Das Joshua-Profil
| Daten zum Buch | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Das Joshua-Profil |
| Autor(en): | Sebastian Fitzek |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | Bastei Lübbe |
| Serie: | |
| Erscheinungsjahr: | 2015 |
| Seitenanzahl: | 432 Seiten |
| Originaltitel: | Das Joshua-Profil |
| Originalsprache: | deutsch |
| ISBN-10: | 3404175018 |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783404175017 |
| Schlagwörter: | Entführung, Schriftsteller, Bruder, Berlin |
| Sachgebiete: | Roman |
| Rezensionen | |
Das Joshua-Profil ist ein Spannungsroman von Sebastian Fitzek, 2015 bei Bastei Lübbe erschienen. Ein erfolgloser Schriftsteller, dessen einziges gelesenes Buch davon handelt, wie ein Vater seinen Kindern das Töten beibringt, gerät in eine Entführung, die seine eigene Kindheit nachstellt. Fitzek hat parallel unter dem Namen der Figur Max Rhode den Roman Die Blutschule veröffentlicht, sodass Buch im Buch und Buch neben dem Buch ineinandergreifen. Der Titel meint ein Täterprofil und einen Namen, der gewählt hat. Eine Fernsehfassung lief 2018 bei RTL.
Inhalt
Max Rhode fährt mit der Pflegetochter Jola zu einem Elterngespräch, als ein Unbekannter ihn ins Krankenhaus Westend ruft: Ein Brandopfer sterbe und müsse ihn sprechen. Der Mann sagt, Joshua habe Max ausgewählt, und stirbt. Währenddessen wird Jola vor der Klinik von jemand entführt, der sich als Arzt ausgibt, und taucht betäubt wieder auf. Die Ehefrau Kim, Pilotin, von Max getrennt, macht ihm Vorwürfe. Zwei Monate später steht Max’ Bruder Cosmo in der Einfahrt: ein verurteilter Sexualstraftäter mit Erlaubnis zu begleiteten Ausgängen, der Die Blutschule gelesen hat und Anmerkungen mitbringt. Das Jugendamt erscheint, Melanie Pfeiffer und Kollege Schodrow verlangen die Rückführung Jolas zu den leiblichen Eltern. Max sperrt die beiden ins Arbeitszimmer und flieht mit dem Kind im Wagen.
Ein Anwalt und Freund, Christoph Marx, genannt Toffi, soll helfen. Der Wagen wird gerammt, Max wacht in der Klinik auf, Jola ist weg. Über einen versteckten Hörer im Verband kommen Befehle, die nach der Stimme des Kindes klingen. Max nimmt die Paketbotin Frida Blum als Geisel, lässt sich zu Cosmo fahren und liest die Anmerkungen des Bruders: Sie beschreiben, was der Vater den Söhnen einst im Wald beibringen wollte, und was Max verdrängt hat. Die Spur führt an den Ort der Kindheit, nicht an einen beliebigen Tatort. Kommissar Stoya und Kollegin Berthold ermitteln parallel, ohne den Vorsprung zu haben, den Angst und Erinnerung dem Vater geben.
Max findet Jola und kämpft mit dem Entführer. Die Rettung gelingt, das Kind kehrt in einen Alltag zurück, der keiner mehr ist. Cosmo, der die Rückkehr seiner Neigung spürt und Jola nicht anrühren will, erhängt sich. Fitzek hat die Wendungen so gesetzt, dass Schuld, Buch und Familie dieselbe Adresse haben: Joshua ist kein fremder Dämon, sondern ein Muster, das aus dem geschriebenen Töten und dem erinnerten Vater kommt. Max bleibt ein Mann, der ein Kind retten kann und die eigene Herkunft nicht ungeschehen macht. Der Roman schließt nicht mit der Wiederherstellung der Familie, sondern mit dem Preis, den der Bruder zahlt, damit das Kind lebt.
Einordnung
Fitzek hat den psychologischen Spannungsroman der zweitausender Jahre auf eine Formel gebracht: Familie, Klinik, Stimme im Ohr, das Buch im Buch. Das Joshua-Profil treibt das Verfahren weiter, indem der Autor den Roman der Figur wirklich erscheinen ließ. Die Fernsehfassung musste kürzen, was der Text an Doppelböden stapelt; sie hat den Namen bekannt gemacht, ohne die Verschachtelung zu ersetzen. Wer Fitzek nur als Lieferanten von Wendungen liest, unterschlägt, dass hier das Schreiben selbst unter Verdacht steht: Max hat das Töten beschrieben, der Vater hat es vorgemacht, Joshua wählt den, der beides kennt.
Gegenüber Der Seelenbrecher ist dieser Band weniger klaustrophobisch, näher an Straße, Jugendamt und Bruder. Die Kritik tadelt Mechanik und Überbau; die Leser halten die Geschwindigkeit. Lübbe hat den Text als Taschenbuch gehalten. Er bleibt ein Zeitbuch der Angst um Kinder, das die Angst nicht tröstet, sondern in die Herkunft des Täters zurückbiegt. Dass Cosmo stirbt, damit Jola leben kann, ist keine Erlösung, sondern die härteste Rechnung, die der Roman aufmacht.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
