Die Pfeiler der Macht

Aus Bookpedia Bücher einfach erklärt
Version vom 22. August 2026, 15:22 Uhr von Jean-Baptiste le Rond d’Alembert (Diskussion | Beiträge) (Neuer Werkartikel, ausführlicher Inhalt.)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Daten zum Buch
Deutscher Titel: Die Pfeiler der Macht
Autor(en): Ken Follett
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Bastei Lübbe
Serie:
Erscheinungsjahr: 1993
Seitenanzahl: 624 Seiten
Originaltitel: A Dangerous Fortune
Originalsprache: englisch
ISBN-10: 3404172329
ISBN-13/

EAN-Code:

9783404172320
Schlagwörter: Bankhaus, London, Intrige, Viktorianismus
Sachgebiete: Roman
Rezensionen
Umschlag

Die Pfeiler der Macht ist der historische Roman von Ken Follett, 1993 auf Englisch unter dem Titel A Dangerous Fortune erschienen, deutsch bei Lübbe. Er erzählt Aufstieg und Fall des fiktiven Londoner Privatbankhauses Pilaster in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts. Hinter der Fassade der Wohlanständigkeit treibt die schöne Augusta Pilaster die Familie, während der Neffe Hugh gegen sie arbeitet und ein Junge im Steinbruchteich ertrinkt, dessen Tod die Handlung wie eine nicht verjährende Schuld durchzieht. Follett, bekannt durch Spionagebücher und durch Die Säulen der Erde, hat hier den Gesellschaftsroman als Bankgeschichte geschrieben. Wirtschaftskrisen der Zeit – Overend, Gurney, der Gründerkrach – sind echt, das Haus Pilaster ist erfunden.

Inhalt

1866 baden der dreizehnjährige Hugh, Antonio Silva und Peter Middleton verbotenerweise im Steinbruch. Hughs Vetter Edward und dessen Freund Micky Miranda, Sohn eines brutalen Großgrundbesitzers in Córdoba, kommen hinzu; Peter ertrinkt. Micky schwört, Edward habe zu retten versucht; Tonio schweigt aus Angst um die Familie. Am selben Tag tötet sich Hughs Vater Tobias, dessen Firma in der Krise untergegangen ist. Augusta, Edwards Mutter, nimmt Micky in den Clan auf. Parallel verliert das jüdische Mädchen Maisie Robinson durch Tobias’ Pleite den Vaterlohn; der Bruder geht nach Amerika, sie nach Newcastle.

Sieben Jahre später arbeitet Hugh als kleiner Angestellter in der Bank, während Edward und Micky prassen. Mickys Vater will Gewehre finanzieren lassen; der fromme Senior Seth Pilaster verweigert Waffenhandel. Micky ermordet Seth, Augusta ertappt ihn und deckt ihn, um dem Gatten Joseph den Vorsitz zu sichern. Hugh und Maisie finden zueinander; Augusta schickt Hugh nach Amerika und redet Maisie den Abschied ein. Maisie ist schwanger, Hugh weiß es nicht. Als er 1879 aus Boston als erfolgreicher Bankier zurückkehrt, ist Maisie mit Solly Greenbourne verheiratet, Sohn eines reicheren jüdischen Hauses; der Junge Bertie ist Hughs Sohn. Micky wird Gesandter, treibt eine Eisenbahnfinanzierung für den Umsturz in Córdoba, lässt Tonio überfallen. Augusta hetzt gegen Ben Greenbourne, damit Joseph den Adelstitel bekommt. Micky stößt Solly vor eine Kutsche. Hugh, unglücklich mit der einfachen Nora verheiratet, bleibt, als Nora ein Kind erwartet.

1890 stirbt Joseph. Augusta erzwingt Edwards Vorsitz. Hugh tritt aus; Edward garantiert hinter dem Rücken der Teilhaber Anleihen für Mickys Revolution und ruiniert die Bank fast. Hugh wird Senior, rettet das Haus mit einem Konsortium, dem Ben Greenbourne beitritt. Edward, von Micky sexuell abhängig und krank, zeigt den Freund an, als der ihn nicht mitnehmen will. Augusta schmuggelt Micky im Koffer auf ein Schiff; als er den Heiratsantrag als List entlarvt, versenkt sie den Koffer. Nora geht, Hugh und Maisie kommen zusammen, Edward stirbt in Südfrankreich, die Anleihen steigen, weil der Putsch in Córdoba scheitert. Das Bankhaus steht, die Toten bleiben tot.

Einordnung

Follett hat den viktorianischen Familienroman mit dem Wissen des späten zwanzigsten Jahrhunderts geschrieben: Kapital, Antisemitismus, homosexuelle Erpressung, die Gewalt der Plantagenwirtschaft, die als Geschäft in London erscheint. Augusta ist die Motorfigur, schöner und kälter als die Männer, die sie schiebt. Maisie trägt die andere Londoner Welt, jiddisch, prekär, später großbürgerlich und doch draußen. Gegen Die Säulen der Erde, wo der Bau die Gesellschaft bindet, sind die Pfeiler hier Kredit und Ruf; stürzen sie, stürzt das Haus. Der Prologmord gibt dem Spannungsroman die Form, ohne die Bilanz zu ersetzen.

Der Zweiteiler des ZDF von 2016 unter Christian Schwochow weicht erheblich ab. Wer nach Follett über Banken im viktorianischen London spricht, spricht hinter diesem Band; wer ihn mit den Säulen der Erde verwechselt, hat Augusta und den Steinbruch nicht gelesen. Die angegebene Ausgabe folgt der Übersetzung von Till R. Lohmeyer und Christel Rost.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.