Tod und Teufel

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Tod und Teufel
Autor(en): Frank Schätzing
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Goldmann
Serie:
Erscheinungsjahr: 1995
Seitenanzahl: 512 Seiten
Originaltitel: Tod und Teufel
Originalsprache: deutsch
ISBN-10: 3442455316
ISBN-13/

EAN-Code:

9783442455317
Schlagwörter: Köln, Dom, Mittelalter, Mord
Sachgebiete: Roman
Rezensionen
Umschlag

Tod und Teufel ist der erste Roman von Frank Schätzing, 1995 bei Emons in Köln erschienen, ein historischer Kriminalroman, der in vier Septembertagen des Jahres 1260 spielt. Ein Dieb sieht, wie der Dombaumeister vom Gerüst gestoßen wird, und gerät zwischen Patrizier, Erzbischof und einen Auftragsmörder, den die Stadt für den Teufel halten könnte. Schätzing, später durch Der Schwarm weithin bekannt, hat hier die mittelalterliche Stadt als Ort von Macht, Gerücht und Witz erzählt, dicht an Gassen, Zünften und der Baustelle des Doms. Der Band blieb zunächst ein Kölner Buch und fand als Taschenbuch neue Leser. Er ist das Debüt, in dem der Autor bereits Tempo, Recherche und groben Humor zusammenbindet.

Inhalt

Jacop der Fuchs, rotblond, obdachlos und vom Diebstahl lebend, beobachtet am 11. September 1260, wie eine Gestalt den Dombaumeister Gerhard vom Gerüst stößt. Gerhard flüstert dem Zeugen noch etwas zu und stirbt. Der Mörder sieht Jacops Haar und setzt nach. Jacop erzählt den einzigen Freunden, dem Bettler Tilman und der Dirne Maria; beide glauben ihm nicht und werden bald darauf mit einer winzigen Armbrust getötet. Auf der Flucht verletzt Jacop sich die Schulter und gerät zu der Blaufärberin Richmodis von Weiden, die ihn zu ihrem Onkel bringt, dem Dechanten, Arzt und Rechtsgelehrten Jaspar Rodenkirchen. Jaspar, aufgeklärt und weintrinkend, hält den Teufel für überflüssig: Es ist Mord. Zusammen mit Richmodis’ Vater Goddert nehmen sie Jacop auf.

Hinter dem Anschlag stehen Kölner Patrizier um Mathias Overstolz. Sie haben den Schotten Urquhart gedungen, einen gebildeten, schönen und seelisch zerstörten Kreuzfahrer, der in Damiette das Morden der eigenen Leute nicht hat verhindern können und seither als bezahlter Töter lebt. Gerhard wusste von dem Plan, Erzbischof Konrad von Hochstaden während einer Prozession zu töten, und wurde deshalb beseitigt. Urquhart räumt Zeugen weg, entführt Richmodis, tötet Jaspars Knecht. Der Verschwörer Kuno Kone, mit Gerhard befreundet, befreit die Geisel und wird selbst zum Opfer. Im Haus der Weidens überschütten Jaspar und Jacop den Eindringling mit Öl und Feuer; Urquhart stürzt brennend in den Rhein und überlebt.

Jacop warnt den Bischofspalast, merkt, dass der Sekretarius zu den Verschwörern gehört, und springt aus dem Fenster. Jaspar begreift, dass der Schütze auf dem Baugerüst sitzen muss, weil über dem Erzbischof ein Baldachin geht. Auf dem Gerüst trifft Jacop Urquhart; Jaspar ruft dem Mörder die Schrecken des Kreuzzugs ins Gedächtnis. Jacop stürzt mit Urquhart hinab, wird festgehalten, der andere fällt in den Tod. Jaspar und Johann Overstolz vereinbaren Stillschweigen: Gerhard starb durch Unfall, der Knecht durch Raub. Die Stadt behält ihre Ordnung, der Dom wächst weiter, und Jacop ist nicht mehr nur der Fuchs aus der Mauer.

Einordnung

Schätzing hat den historischen Kriminalroman nicht als Kostümkopie geschrieben, sondern als Kölner Ortskunde mit Atem: Bach, Porta, Gerüst, Badestube. Jacop und Jaspar sind erfunden, Gerhard, Konrad und die Overstolzen nicht; der Sturz des Baumeisters nährt eine Sage vom Pakt mit dem Teufel, die der Roman umdreht: Nicht der Teufel tötet, sondern das Geld. Der Witz, vor allem Jaspars Disputationen im Weinkeller, trägt die Grausamkeit, ohne sie aufzulösen. 2024 folgte mit Helden eine Fortsetzung um Jacop; der erste Band bleibt das geschlossenere Buch.

Das Hörspiel mit Mario Adorf und die Lesungen haben den Kölner Ton festgesetzt; Stadtführungen spielen die Schauplätze nach. Neben Der Schwarm, der die Gegenwart zur Katastrophe aufbläht, ist Tod und Teufel das Werk der engen Gasse und der vier Tage. Wer nach Schätzing über den Dombau als Schauplatz spricht, spricht hinter diesem Debüt; wer es für einen bloßen Teufelsspuk hält, hat die Patrizier und das Stillschweigen am Ende nicht gelesen.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.