Der nasse Fisch. Gereon Raths erster Fall
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Der nasse Fisch. Gereon Raths erster Fall |
| Autor(en): | Volker Kutscher |
| Originaltitel: | Der nasse Fisch |
| Originalsprache: | deutsch |
| Erstveröffentlichung: | 2007 |
| Schlagwörter: | Berlin, Kriminalkommissar, Weimar, Kanal |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Kiepenheuer & Witsch
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| Umfang dieser Ausgabe: | 542 Seiten |
| ISBN: | 9783462040227 |
| Verweise | |
Der nasse Fisch. Gereon Raths erster Fall ist ein historischer Kriminalroman von Volker Kutscher, 2007 bei Kiepenheuer & Witsch erschienen. Ein Kölner Kommissar kommt 1929 nach Berlin, arbeitet zuerst bei der Sitte und drängt sich in einen Mord, dessen Leiche aus dem Landwehrkanal kommt – in der Sprache der Zunft ein nasser Fisch. Kutscher hat den Untergang der Weimarer Republik in eine Reihe gelegt, die durch die frühen dreißiger Jahre weitergeht. Der Band zeichnet die Stadt der Nachtlokale, des Blutmais und der Roten Burg am Alexanderplatz, ohne dass die Figuren schon wissen, wohin die Straße führt. Die Fernsehfolge Babylon Berlin hat den Stoff weltbekannt gemacht.
Inhalt
Gereon Rath hat in Köln den Sohn eines Verlegers erschossen; der Vater, Kriminaldirektor, schiebt ihn zu seinem Freund, Polizeipräsident Karl Friedrich Zörgiebel, nach Berlin. Rath landet in der Inspektion E unter Oberkommissar Bruno Wolter, genannt Onkel, und will zur Mordkommission des Ernst Gennat, den die Beamten Buddha nennen. Als eine unbekannte Leiche aus dem Kanal geborgen wird, ermittelt er ohne Auftrag. Die Spur führt zu exilierten Russen, die mit geschmuggeltem Gold Waffen für einen Putsch kaufen, und zu den Ringvereinen, die dasselbe Gold wollen. Rath begegnet Charlotte Ritter, Stenotypistin bei der Inspektion A, die Jura studiert und zur Kriminalbeamtin will; er nutzt ihr Wissen und verliebt sich. Im illegalen Club des Johann Marlow, genannt Doktor M., Drahtzieher der Berolina, nimmt Rath Kokain und macht sich erpressbar.
Rath tötet versehentlich einen Mann und lässt die Leiche verschwinden; sie wird gefunden, und aus Personalnot bearbeitet er in der Mordkommission seinen eigenen Fall. Oberkommissar Wilhelm Böhm, die Bulldogge, mag ihn nicht. Reinhold Gräf wird zum Freund, der junge Stephan Jänicke ermittelt im Geheimen für die Politische Polizei. Rath erkennt, dass Wolter im Waffenhandel steckt und Jänicke ermordet hat, um die Tat Rath anzuhängen. Der Blutmai tobt: Zörgiebels Demonstrationsverbot, Tote in Neukölln, die Stadt im Ausnahmezustand. Rath sieht die Schüsse und begreift die Politik noch als Kulisse seines Ehrgeizes.
Er geht zum Polizeipräsidenten, stellt Wolter mit einer fingierten Waffenübergabe eine Falle; Wolter wird tödlich verletzt, offiziell stirbt er im Dienst. Das Gold landet bei Marlow, der Rath einen Anteil zukommen lässt. Charlotte hat verstanden, dass Rath sie hintergangen hat. Gennat bleibt die Instanz der Methode, Rath der Mann, der sich durchlügt, um voranzukommen. Der nasse Fisch ist aufgeklärt und nicht geheilt: Die Waffen, die SA, die Exilanten und die Beamten, die mitverdienen, bleiben in der Stadt. Kutscher schließt so, dass der nächste Fall schon in der Luft liegt.
Einordnung
Kutscher hat den historischen Kriminalroman auf die Aktenlage der späten Weimarer Jahre gestellt: Gennats Mordauto, Aschingers Erbsensuppe, die Rote Burg, der Blutmai. Die FAZ nannte das Vorhaben, den Untergang der Republik im Medium des Krimis zu erzählen, schlüssig und ambitioniert; der Spiegel sprach von einem Sittengemälde der Stadt, die als die amerikanischste Europas galt. Rath ist kein gerechter Held; er ist ehrgeizig, käuflich und verliebt, ein Beamter, der die Katastrophe nicht sieht, weil er die Karriere sieht. Die Reihe denkt weiter, als die Figuren denken dürfen, und genau das gibt den Bänden ihre Spannung.
Die Reihe führt ihn durch Tonfilm, Reichstagsbrand und Olympia; Piper übernahm spätere Bände. Tom Tykwer, Achim von Borries und Henk Handloegten machten aus dem ersten Fall die Fernsehfolge Babylon Berlin, mit Volker Bruch und Liv Lisa Fries, und änderten Figuren und Gewichte. Ein Hörspiel und eine Bildgeschichte kamen hinzu. KiWi hält den ersten Band als Taschenbuch. Wer nach 2007 das Berlin von 1929 als Krimi wollte, fand in Rath den Blick eines Zugezogenen, der die Stadt für eine Chance hält und sie als Falle betritt.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
