Die Tore der Welt

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Die Tore der Welt
Autor(en): Ken Follett
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Bastei Lübbe
Serie:
Erscheinungsjahr: 2007
Seitenanzahl: 1312 Seiten
Originaltitel: World Without End
Originalsprache: englisch
ISBN-10: 3404178114
ISBN-13/

EAN-Code:

9783404178117
Schlagwörter: Kingsbridge, Pest, Brücke, Priorat
Sachgebiete: Roman
Rezensionen
Umschlag

Die Tore der Welt ist der 2007 erschienene Roman von Ken Follett, im Original World Without End, die Fortsetzung der Die Säulen der Erde. Zwei Jahrhunderte nach dem Kathedralbau, im England des vierzehnten Jahrhunderts, wachsen vier Kinder in Kingsbridge auf, schwören im Wald über einem Toten, und ihre Wege – Bau, Krieg, Heilkunde, Leibeigenschaft – treffen sich wieder, wenn die Pest die Stadt leert. Follett hat das Gerüst der Säulen übernommen: Klosterintrige, Brücken- und Turmbau, Liebe gegen Stand, Gewalt des Adels. Die deutsche Übersetzung von Dietmar Schmidt und Rainer Schumacher erschien bei Lübbe. Eine Fernsehfassung folgte 2012.

Inhalt

Am Tag nach Allerheiligen 1327 sehen Merthin, Ralph, Caris und Gwenda im Wald, wie ein Ritter getötet wird; ein Geheimnis um den gestürzten König Edward II. bindet sie. Merthin, Nachfahr des Baumeisters Jack, will bauen und denkt gegen die Zunft; der Bruder Ralph will Ritter werden und wird grausam, sobald er Macht hat. Caris, Tochter eines Wollhändlers, will heilen und frei bleiben, nicht ehelichen; das Priorat und später die Klausur werden ihr Zwang und Schutz. Gwenda, Kind eines Tagelöhners, stiehlt und liebt den Hirten Wulfric, dessen Land Ralph ihr nimmt.

Godwyn, Mönch und später Prior, will das Kloster beherrschen und opfert Wahrheit, Medizin und Caris' Arbeit diesem Ziel. Merthin errichtet eine Brücke, nachdem die alte einstürzt, geht nach Florenz, kehrt als gemachter Mann zurück und bleibt der Baumeister, den Kingsbridge braucht und nicht immer will. Ralph steigt zum Earl auf, vergewaltigt, kriegt, hängt; Follett macht aus ihm den Adel als Dauergefahr, nicht als Ausnahme. Caris führt in der Pestzeit das Spital gegen Aderlass und Gebet, wird der Hexerei bezichtigt und überlebt Godwyns Intrigen. Sie bleibt Merthin nah, ohne dass der Roman die Freiheit der Frau im vierzehnten Jahrhundert nachträglich erfindet.

Die Pest von 1348 und 1349 leert Gassen und Chöre; Leibeigene fordern Lohn, das Priorat verliert den Griff, neue Tore und ein Turm werden nötig. Der Titel meint die Stadttore und die Öffnungen, die Seuche und Aufstand in die alte Ordnung reißen. Follett führt Dutzende Nebenfiguren – Nonnen, Kaufleute, Geächtete – durch Jahrzehnte. Er endet, anders als manches Unglück unterwegs, mit einem Zusammenleben in der Stadt, das der Bau und die Heilkunde möglich machen, nicht der Himmel. Das Geheimnis aus dem Wald wirkt nach, bis es politisch verbraucht ist. Follett hält die vier Lebensläufe so lange parallel, bis Pest und Brücke sie wieder zu einer Stadtgeschichte zwingen, in der niemand unbeschädigt davonkommt. Caris und Merthin bauen weiter, Gwenda überlebt die Leibeigenschaft, Ralph bleibt die Wunde der Stadt. Kingsbridge steht, weil jemand heilt und jemand rechnet, nicht weil das Priorat es erlaubt.

Einordnung

Follett hat das Erfolgsmuster der Säulen ins Jahrhundert der Pest verschoben: weniger Kathedrale, mehr Brücke, Spital, Wollhalle. Historiker haben Ungenauigkeiten bemerkt; Leser haben die Maschine aus Spannung, Standeskampf und Architektur angenommen. Die Fernsehserie mit Cynthia Nixon als Caris hat den Umfang geschnitten und die Frauenfiguren geschärft. Gegen den ersten Kingsbridge-Band ist die Welt härter, die Medizin wichtiger, der Bau alltäglicher. Weitere Fortsetzungen haben die Stadt bis in die Tudorzeit geführt.

Ralphs Gewalt und Godwyns Ehrgeiz tragen die Spannung, die Kathedrale der Säulen trägt hier die Brücke und das Spital. Dasselbe Kingsbridge steht unter anderem Himmel: Steine und Pflege gegen Willkür, solange jemand rechnet und schneidet. Der Roman bleibt Folletts zweites langes England. Die Tore öffnen nicht nur Mauern, sondern eine Zeit, in der die alte Welt stirbt und die Stadt trotzdem weiterbaut.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.