Die Verwandlung
| Daten zum Buch | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Die Verwandlung |
| Autor(en): | Franz Kafka |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | Klett |
| Serie: | |
| Erscheinungsjahr: | 1915 |
| Seitenanzahl: | 96 Seiten |
| Originaltitel: | Die Verwandlung |
| Originalsprache: | deutsch |
| ISBN-10: | 3123520803 |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783123520808 |
| Schlagwörter: | Entfremdung, Familie, Körper, Moderne |
| Sachgebiete: | Erzählung |
| Rezensionen | |
Die Verwandlung ist eine Erzählung von Franz Kafka, die er im Winter 1912 niederschrieb und 1915 veröffentlichte. Der erste Satz – der Handlungsreisende Gregor Samsa erwacht als riesiges Ungeziefer – gehört zu den bekanntesten Romananfängen der deutschsprachigen Literatur.
Inhalt
Gregor Samsa findet sich eines Morgens im eigenen Bett in einen käferartigen Körper verwandelt. Bemerkenswert ist, worüber er sich zuerst Gedanken macht: nicht über das Ungeheuerliche seines Zustands, sondern über den verpassten Zug und den Ärger, den sein Ausbleiben im Büro auslösen wird. Kafka berichtet das Unfassbare in einem nüchternen, beinahe amtlichen Ton, der die Erzählung von Anfang an in der Schwebe zwischen Alltag und Alptraum hält.
Hinter dieser Ruhe liegt ein länger schwelender Konflikt. Gregor hat seine eigenen Wünsche der Familie geopfert: Er arbeitet in einem ungeliebten Beruf, um die Schulden des Vaters abzutragen und Mutter und Schwester zu versorgen. Sein neuer Körper macht ihn für dieses Pensum untauglich – der stumme Protest gegen ein aufgezehrtes Leben nimmt buchstäblich Gestalt an. Von der Wohnung aus verfolgt Gregor, wie sich die Angehörigen neu einrichten, Arbeit annehmen und Untermieter aufnehmen.
Die Familie reagiert zunächst mit Schrecken, dann mit Pflichtgefühl und schließlich mit Überdruss. Die Schwester Grete, die ihn anfangs versorgt, spricht am Ende aus, dass man dieses Wesen loswerden müsse. Gregor zieht sich zurück und stirbt; erleichtert unternehmen Eltern und Schwester einen Ausflug ins Grüne und richten den Blick auf die Zukunft. Der Schluss verweigert jede Deutung, die den Tod als Erlösung verklären würde.
Einordnung
Die Erzählung gilt als Musterbeispiel für Kafkas Verfahren, eine unerklärliche Prämisse mit strenger Logik durchzuspielen. Deutungen reichen von der Kritik an entfremdeter Lohnarbeit über den Konflikt mit der Vaterfigur bis zur Erfahrung von Krankheit und Ausgrenzung. Die Verwandlung wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und vielfach für Bühne, Film und Comic bearbeitet.