Schachnovelle
| Daten zum Buch | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Schachnovelle |
| Autor(en): | Stefan Zweig |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | Klett-Cotta |
| Serie: | |
| Erscheinungsjahr: | 1942 |
| Seitenanzahl: | 168 Seiten |
| Originaltitel: | Schachnovelle |
| Originalsprache: | deutsch |
| ISBN-10: | 3826067568 |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783826067563 |
| Schlagwörter: | Schach, Folter, Exil, Humanismus |
| Sachgebiete: | Novelle |
| Rezensionen | |
Die Schachnovelle ist Stefan Zweigs letzte abgeschlossene Prosadichtung, 1942 im brasilianischen Exil erschienen. In einem kompakten Rahmen erzählt sie von geistiger Überlebensstrategie unter totalitärer Gewalt.
Inhalt
Auf einer Überfahrt von New York nach Buenos Aires beobachtet der Ich-Erzähler eine Simultanschachpartie gegen den Weltmeister Mirko Czentovic, einen brillanten, aber bildungsfernen Virtuosen. Als die Passagiere dem Meister unterliegen, mischt sich ein unscheinbarer Österreicher, Dr. B., ein und rettet die Partie.
Dr. B. berichtet, wie er in der Gestapo-Haft allein ein beschlagnahmtes Schachbuch studierte und im Kopf gegen sich selbst spielte, bis er an den Rand des Wahnsinns geriet. Das Schachspiel wird so zur Metapher für inneren Widerstand und seelische Verletzung. Die Revanche gegen Czentovic endet abrupt – Zweig deutet die Zerbrechlichkeit jeder Genialität nach der Tortur an.
Einordnung
Die Novelle entstand unmittelbar vor Zweigs Suizid 1942 und gilt als sein persönlichstes Zeugnis gegen die NS-Terrorherrschaft. Formal knüpft sie an die klassische Novellentheorie an: eine „unerhörte Begebenheit“ an einem begrenzten Schauplatz, dicht erzählt und moralisch zugespitzt.