Bonjour Tristesse

Aus Bookpedia Bücher einfach erklärt
Version vom 21. August 2026, 17:40 Uhr von Jean-Baptiste le Rond d’Alembert (Diskussion | Beiträge) (Neuer Werkartikel, ausführlicher Inhalt.)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Daten zum Buch
Deutscher Titel: Bonjour Tristesse
Autor(en): Françoise Sagan
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Ullstein
Serie:
Erscheinungsjahr: 1954
Seitenanzahl: 176 Seiten
Originaltitel: Bonjour tristesse
Originalsprache: französisch
ISBN-10: 3550081383
ISBN-13/

EAN-Code:

9783550081385
Schlagwörter: Côte d’Azur, Jugend, Eifersucht, Sommer
Sachgebiete: Roman
Rezensionen
Umschlag

Bonjour tristesse ist der 1954 bei Julliard erschienene erste Roman von Françoise Sagan, bürgerlich Françoise Quoirez. Ein Mädchen von siebzehn erzählt einen Sommer an der Côte d’Azur, in dem Leichtigkeit in Trauer umschlägt. Sagan schrieb das Buch in wenigen Wochen; sie war neunzehn, als es herauskam, und auf einen Schlag berühmt. Der Grand Prix des Critiques und der Skandal um die kühle Ich-Stimme einer Tochter, die den Vater nicht teilen will, haben denselben Effekt gehabt. Der Titel ist ein Gruß, kein Seufzer: Die Trauer wird angeredet, als käme sie zu Besuch. Otto Premingers Film von 1958 hat Gesichter und Licht dazu geliefert.

Inhalt

Cécile verbringt die Ferien in einer Villa über dem Meer mit ihrem Vater Raymond, einem Witwer Anfang vierzig, der Frauen wechselt, ohne sich zu binden, und mit Elsa, der gegenwärtigen Geliebten, jung, schön und ihm geistig nicht gewachsen. Cécile hat das Internat hinter sich und fällt durchs Examen. Sie genießt die Tage: Schwimmen, Sonne, ein junger Nachbar, Cyril, mit dem sie schläft, ohne daraus eine Zukunft zu machen. Die Ordnung des Sommers ist die Unordnung. Es gilt keine Pflicht, keine Mutter, nur das Einverständnis zwischen Vater und Tochter, dass das Leben leicht bleiben soll.

Dann kommt Anne Larsen, eine Freundin der toten Mutter, älter, gebildet, mit festem Geschmack. Raymond verliebt sich; Elsa wird abgeschoben; eine Heirat steht im Raum. Anne will Cécile zum Lernen anhalten und dem Haus eine Form geben. Cécile begreift das als Angriff auf die Freiheit, die sie mit dem Vater teilt, und als Eifersucht, die sie nicht so nennt. Sie stiftet Elsa und Cyril zu einem Spiel an: Raymond soll Anne in einer Szene der Untreue sehen. Das Spiel gelingt. Raymond schwankt; Anne durchschaut mehr, als Cécile dachte.

Anne fährt in der Nacht davon und kommt von der Straße ab. Ob es ein Unfall war oder ein Entschluss, lässt Cécile offen, nicht aber die Schuld, die sie fühlt. Raymond und die Tochter kehren zu einer Leichtigkeit zurück, die nicht mehr dieselbe ist. Cécile sagt der Trauer guten Tag, weil sie bleiben wird. Elsa und die Feste können wiederkommen; Anne kommt nicht wieder. Der Sommer ist zu Ende, und mit ihm die Kindheit, die sich für Klugheit hielt. Was Cécile gelernt hat, ist nicht Reue im kirchlichen Sinn, sondern die Kenntnis, dass ein Plan Menschen tötet, auch wenn er nur ein Spiel sein sollte.

Einordnung

Sagan hat den französischen Roman der fünfziger Jahre um eine Stimme erweitert, die jung, unsentimental und moralisch hellwach ist, ohne Moral zu predigen. Cécile ist keine Unschuld; sie ist eine Täterin, die den Schaden nachträglich benennt. Die Côte d’Azur ist kein Ferienplakat, sondern der Ort, an dem Klasse, Langeweile und Begehren nackt liegen. Man hat das Buch als Skandal der Sitten gelesen und als Porträt einer Generation, der der Krieg der Eltern nichts Heiliges hinterlassen hat. Beides trifft, das zweite genauer, weil der Skandal vergeht und die Kälte der Stimme bleibt.

Die Nachwelt hat Sagan oft auf diesen ersten Band reduziert; sie hat Theater, weitere Romane und ein Leben geschrieben, das den Skandal nicht loswurde. Der Ton blieb leicht, die Rechnung nicht. Wer nach ihr über Jugend und Eifersucht spricht, spricht hinter diesem Gruß an die Trauer: hinter einem Satz, der leicht klingt und einen Tod trägt. Die angegebene Ausgabe folgt der Übersetzung von Rainer Moritz aus dem Französischen.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.