Der talentierte Mr. Ripley

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Der talentierte Mr. Ripley
Autor(en): Patricia Highsmith
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Diogenes
Serie:
Erscheinungsjahr: 1955
Seitenanzahl: 432 Seiten
Originaltitel: The Talented Mr. Ripley
Originalsprache: englisch
ISBN-10: 3257247648
ISBN-13/

EAN-Code:

9783257247640
Schlagwörter: Identität, Mord, Italien, Hochstapler
Sachgebiete: Roman
Rezensionen
Umschlag

Der talentierte Mr. Ripley ist der 1955 erschienene Roman von Patricia Highsmith, im Original The Talented Mr. Ripley. Ein junger Amerikaner reist nach Italien, um einen reichen Sohn heimzuholen, und bleibt als dessen Leben. Highsmith hat den Hochstapler nicht als Gaunerstück angelegt, sondern als Sehnsucht: Tom Ripley will nicht nur das Geld, er will der andere sein. Mongibello, Rom, Venedig – die Orte sind hell, die Tat ist kalt. Es ist der erste von fünf Ripley-Romanen und der genaueste über das Begehren, jemand besseres zu werden. Der Leser sieht mit Toms Augen und merkt zu spät, dass Mitleid hier keine Adresse hat.

Inhalt

Tom Ripley lebt karg in New York, fälscht Unterschriften und fürchtet die Langeweile. Herbert Greenleaf, ein Reeder, hält ihn für einen Freund seines Sohnes und schickt ihn nach Mongibello am Golf von Neapel, damit Dickie Greenleaf zurückkehrt und in die Firma eintritt. Dickie malt, treibt sich mit der ernsthaften Marge Sherwood herum und mag Tom eine Weile, als Spiegel und Spiel. Tom liebt Dickies Haus, die Kleidung, das Boot, das unbeschwerte Geld – und Dickie selbst, ohne dass das Buch der Liebe einen eindeutigen Namen gäbe. Als Dickie kalt wird, lockt Tom ihn aufs Wasser und erschlägt ihn mit einem Riemen. Den Körper versenkt er. Fortan unterschreibt er als Dickie.

In Rom spielt Tom den Verschwundenen und den Suchenden zugleich. Er ahmt Dickies Schrift, Stimme, Gang nach; er bezieht Dickies Geld. Freddie Miles, ein lauter Freund aus Amerika, durchschaut die Wohnung und die Lage. Tom erschlägt ihn mit einem Aschenbecher, schafft die Leiche fort und gerät ins Visier der italienischen Polizei. Marge und Herbert Greenleaf kommen nach Europa. Tom jongliert Erklärungen, reist nach Venedig, fürchtet die Entdeckung eines Koffers, einer Unterschrift, eines Zeugen. Ein Betrüger, der Dickie gesehen haben will, lässt sich abfinden. Die Angst bleibt, die Fassade hält.

Am Ende steht Tom nicht vor Gericht. Ein Verdacht gegen Dickie als Mörder Freddies nützt ihm; ein anderes Mal droht die Enttarnung und verläuft. Tom fährt nach Griechenland, mit Dickies Geld und mit der Gewissheit, dass er das Talent hat, andere zu sein. Highsmith lässt ihn davonkommen, nicht weil die Welt gerecht wäre, sondern weil sie ungenau ist. Wer Tom durchschaut, kommt zu spät oder will es nicht genau wissen. Marge bleibt mit einem Brief und einem Zweifel zurück. Ripley lebt weiter, und die späteren Bände werden das bestätigen.

Einordnung

Highsmith hat den Kriminalroman um den Täter gedreht, dem man nicht davonlaufen kann, weil man in ihm steckt. Tom ist freundlich, ängstlich, eitel und mörderisch; die bürgerliche Welt, die Dickie so leicht bewohnt, ist das eigentliche Begehr. Italien ist nicht Kulisse, sondern die Zone, in der ein Amerikaner ohne Vergangenheit neu anfangen kann. Neben Highsmiths Zwei Fremde im Zug ist Ripley das Buch, das ihren Namen trägt, auch wo sie andere Stoffe schrieb. Die Moral kommt nicht als Strafe, sondern als Unruhe des Lesers, der Erfolg wünscht.

René Clément hat 1960 mit Alain Delon verfilmt, Anthony Minghella 1999 mit Matt Damon; eine jüngere Fernsehfassung hat denselben Stoff noch einmal in Schwarzweiß erzählt. Jede Fassung muss entscheiden, wie viel von Toms Begehren sichtbar wird. Dass er davonkommt, bleibt die Provokation, nicht der Kunstgriff. Wer nach Highsmith über Identität spricht, spricht hinter diesem Band: hinter einem Mann, der einen anderen tötet, um in dessen Anzug zu passen. Die angegebene Ausgabe folgt der Übersetzung von Melanie Walz aus dem Englischen.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.