Autor:Patricia Highsmith
Patricia Highsmith (1921–1995), in Fort Worth in Texas geboren, hat dem Hochstapler das Innenleben gegeben und dem Leser das Mitleid abgewöhnt. Der talentierte Mr. Ripley ist kein Gaunerstück: Tom will nicht nur das Geld, er will der andere sein.
Leben
New York, die Arbeit an Bildheften, dann Europa – England, Frankreich, zuletzt das Tessin. Der Umweg war diese Auswanderung: Highsmith schrieb amerikanische Figuren aus der Fremde und sah die Heimat als Jagdgrund, nicht als Moralanstalt. Sie lebte mit Frauen und schrieb Männer, die das Begehren in den Diebstahl der Person legen. Sie starb in Locarno; Ripley überlebte sie in vier weiteren Romanen.
Wirkung
Highsmith hat den Mord ohne Strafpredigt erzählt. Der Leser sieht mit Toms Augen und merkt zu spät, dass Mitleid hier keine Adresse hat. Das war 1955 eine Verschiebung: Der Kriminalroman hatte den Täter zu jagen, nicht zu bewohnen. Die italienischen Orte sind hell, die Tat ist kalt. Fünf Ripley-Romane haben aus dem Talent eine Lebensform gemacht.
Hitchcock verfilmte Zwei Fremde im Zug, später Minghella den Ripley; das Kino hat den Schönen oft zum Verführer gemacht und die Leere unterschätzt. Lesarten, die Toms Begehren nach dem anderen Mann ernst nehmen, haben das Buch geschärft, ohne aus ihm ein Bekenntnis zu machen. Die Nachwelt schwankt zwischen Meisterin der Spannung und Gift der Einfühlung. Die Prosa ist nüchterner als beide Rufe: Sie zeigt, wie einer wird, wen er umbringt.
Werke
- Der talentierte Mr. Ripley (1955)
In Auswahl außerdem: Zwei Fremde im Zug, Tiefes Wasser, Der süße Wahn.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.