Wir amüsieren uns zu Tode
| Daten zum Buch | |
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| Deutscher Titel: | Wir amüsieren uns zu Tode |
| Autor(en): | Neil Postman |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | Fischer |
| Serie: | |
| Erscheinungsjahr: | 1985 |
| Seitenanzahl: | 206 Seiten |
| Originaltitel: | Amusing Ourselves to Death |
| Originalsprache: | englisch |
| ISBN-10: | 3596242851 |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783596242856 |
| Schlagwörter: | Fernsehen, Unterhaltung, Öffentlichkeit, Typographie |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Medienwissenschaft |
| Rezensionen | |
Wir amüsieren uns zu Tode. Urteilsbildung im Zeitalter der Unterhaltungsindustrie (englisch Amusing Ourselves to Death) ist die 1985 erschienene Untersuchung von Neil Postman. Sie behauptet, Huxley habe gegen Orwell recht: Nicht das Verbot tötet das öffentliche Gespräch, sondern die Zerstreuung.
Inhalt
Postman unterscheidet das Zeitalter der Typographie, das Argumente und Folge trägt, vom Zeitalter des Bildschirms, das alles zur Show macht. Nachrichten, Religion, Politik: Dasselbe Format, dieselbe Heiterkeit. Das Fernsehen ist keine Dose mit Inhalten. Es ist eine Epistemologie – es bestimmt, was als wahr gelten darf, indem es bestimmt, was sich zeigen lässt.
Das Buch ist klar, polemisch, amerikanisch moralisch. Wer eine Fernsehtheorie sucht, findet Kulturkritik. Wer nur Kulturkritik sucht, findet die genaue These, dass Unterhaltung keine Zugabe ist, sondern die Form. McLuhan hatte das Medium als Botschaft; Postman liest die Botschaft als Tod des Urteils.
Der Ton hat das Feuilleton geprägt, oft grober als die Analyse. Das Netz hat den Kanal gewechselt, nicht die Lage. Genau darin bleibt das Buch gegenwärtig, auch wo es das Fernsehen meint.
Einordnung
1985 ist das wirkungsvollste medienskeptische Sachbuch der letzten Jahrzehnte. Bourdieu hat das Fernsehen später soziologisch gekürzt; Postman hatte es epistemologisch getroffen. Wer nach ihm über Zerstreuung spricht, spricht hinter diesem Band.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
