Syntaktische Strukturen

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Noam Chomsky · 1957 · Sachbuch, Sprachwissenschaft
Das Werk
Deutscher Titel: Syntaktische Strukturen
Autor(en): Noam Chomsky
Originaltitel: Syntactic Structures
Originalsprache: englisch
Erstveröffentlichung: 1957
Schlagwörter: Grammatik, Syntax, Kompetenz, Erzeugung
Sachgebiete: Sachbuch, Sprachwissenschaft
Greifbare Ausgabe
Verlag: De Gruyter


Umfang dieser Ausgabe: 136 Seiten
ISBN: 9783110152418
Verweise
Umschlag

Syntaktische Strukturen (englisch Syntactic Structures) ist die 1957 erschienene Untersuchung von Noam Chomsky, auf Deutsch als Strukturen der Syntax verbreitet. Sie behauptet, dass eine Grammatik endliche Mittel so kombinieren muss, dass unendlich viele Sätze möglich werden – und dass der Sprecher dieses Vermögen hat, nicht nur gehörte Ketten wiederholt.

Inhalt

Chomsky bricht mit der Vorstellung, Linguistik beschreibe vor allem, was in Texten vorkommt. Wer eine Sprache kann, erkennt und erzeugt Sätze, die im Korpus fehlen, und weist Unsinn zurück, der lautgesetzlich möglich wäre. Daraus folgt eine Grammatik als System von Regeln, das Strukturen aufbaut, nicht eine Liste. Der berühmte Beispielsatz, der grammatisch und doch ohne Weltgehalt ist, soll genau das zeigen: Grammatikalität ist nicht Bedeutung.

Das Buch bleibt knapp und technisch. Es führt von der endlichen Zustandssprache über die Phrasenstruktur zur transformationellen Operation, die Sätze ineinander überführt. Chomsky schreibt gegen den Behaviorismus: Sprache ist nicht verstärkte Gewohnheit. Kinder hören Bruchstücke und kommen bei einem Wissen an, das die Bruchstücke übersteigt. Die Erklärung muss deshalb im Vermögen liegen, nicht nur in der Umgebung.

Der Ton ist der einer Kampfschrift im Gewand einer Monographie. Die Formeln sind das Argument. Wer eine Kulturgeschichte der Sprache erwartet, findet ein Modell. Wer nur das Modell erwartet, findet die Behauptung, dass Linguistik eine Wissenschaft vom Geist ist. Die spätere Universalgrammatik steckt hier schon als Zumutung, noch ohne den ganzen Apparat der sechziger Jahre.

Einordnung

1957 ist die Zäsur der modernen Linguistik. Was danach Kompetenz und Performanz, Tiefe und Oberfläche hieß, beginnt in diesem schmalen Band. Steven Pinker hat die These popularisiert, Michael Tomasello hat den Erwerb gegen das Eingeborene gesetzt. Die Korpuslinguistik arbeitet bis heute an diesem Widerspruch. Wer nach Chomsky über Grammatik spricht, spricht hinter diesem Buch oder gegen es.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.