Caliban und die Hexe
| Daten zum Buch | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Caliban und die Hexe |
| Autor(en): | Silvia Federici |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | Mandelbaum |
| Serie: | |
| Erscheinungsjahr: | 2004 |
| Seitenanzahl: | 319 Seiten |
| Originaltitel: | Caliban and the Witch |
| Originalsprache: | englisch |
| ISBN-10: | 385476670X |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783854766704 |
| Schlagwörter: | Hexenverfolgung, Akkumulation, Hausarbeit, Körper |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Geschichte |
| Rezensionen | |
Caliban und die Hexe. Frauen, der Körper und die ursprüngliche Akkumulation ist die 2004 erschienene Untersuchung von Silvia Federici. Sie liest die Hexenprozesse der frühen Neuzeit als Gewalt, mit der der Kapitalismus den weiblichen Körper disziplinierte, bevor die Fabrik den männlichen disziplinierte.
Inhalt
Federici geht von Marx’ ursprünglicher Akkumulation aus und wirft ihr vor, die Frauen zu vergessen. Einhegung, Kolonie, der Ausschluss vom Gemeinschaftsland: Das alles trifft den Haushalt und die Fortpflanzung zuerst. Caliban, die Shakespearefigur der unterworfenen Neuen Welt, steht für den kolonisierten Körper. Die Hexe steht für die Frau, deren Heilkunde, deren Weigerung und deren Kontrolle über die Geburt zerstört werden sollten. Die Verfolgung ist bei ihr keine Irrlehre finsterer Zeiten. Sie ist Politik der Arbeitskraft.
Das Buch führt durch Europa und die Atlantikwelt. Wo der Lohn die Männer in die Werkstatt zieht, bleibt die Reproduktion unbezahlt – und muss trotzdem täglich geschehen. Deshalb die Kampagne gegen Hebammen, gegen Verhütung, gegen Frauen, die nicht unter männlicher Aufsicht stehen. Federici verbindet den Kampf um Lohn für Hausarbeit, aus dem sie kommt, mit einer langen Dauer: Der Kapitalismus hat das Haus nicht vorgefunden, er hat es gebaut.
Der Ton ist historisch und parteilich. Quellen, Flugschriften, die große Erzählung der Transition: Federici schreibt gegen die Glätte, in der die Moderne als Fortschritt der Vernunft erscheint. Wer nur die Fabrik sieht, sieht die halbe Ausbeutung. Wer nur die Hexen als Aberglauben sieht, sieht die halbe Staatsgewalt. Das Buch will beides in einem Argument: Körperpolitik als Ökonomie.
Einordnung
Nach 2004 hat der materialistische Feminismus in diesem Band seine historische Summe gefunden, neben älteren Arbeiten zur Hausarbeit und gegen Firestones Hoffnung auf die Maschine. Die Fachhistorie hat Lücken, Datierungen und die Weite der These kritisiert. Bewegungen haben das Buch trotzdem als Werkzeug genommen. Wer nach Federici über den Beginn des Kapitalismus spricht, ohne Hexen und unbezahlte Reproduktion, spricht hinter diesem Band – und hinter einer Geschichte, die Marx an der Schwelle des Hauses hat stehen lassen.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
