Meditationen
| Daten zum Buch | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Meditationen |
| Autor(en): | René Descartes |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | Marix |
| Serie: | |
| Erscheinungsjahr: | 1641 |
| Seitenanzahl: | 224 Seiten |
| Originaltitel: | Meditationes de prima philosophia |
| Originalsprache: | lateinisch |
| ISBN-10: | 3865390668 |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783865390660 |
| Schlagwörter: | Zweifel, Cogito, Gott, Dualismus |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Philosophie |
| Rezensionen | |
Meditationen über die Erste Philosophie (lateinisch Meditationes de prima philosophia) ist das 1641 erschienene Hauptwerk von René Descartes. Sechs Tage lang wird alles in Zweifel gezogen, bis ein Satz bleibt, der sich nicht bezweifeln lässt: Ich bin, ich existiere, solange ich denke.
Inhalt
Die erste Meditation räumt den Tisch. Sinne täuschen, Träume täuschen, ein betrügerischer Gott oder ein böser Dämon könnte selbst die Mathematik verdrehen. Übrig bleibt nicht die Welt, sondern der Zweifelnde. Die zweite Meditation findet im Zweifel das Ich: Selbst wenn alles falsch ist, muss der sein, der getäuscht wird. Dieses Ich ist zunächst nichts als denkendes Ding; der Körper kann noch Chimäre sein. Der Wachsblock, der schmilzt und doch als derselbe erkannt wird, soll zeigen, dass nicht die Sinne, der Verstand die Substanz fasst.
Gott tritt in der dritten und fünften Meditation als Bürge auf. Die Idee eines unendlichen, vollkommenen Wesens kann das endliche Ich nicht selbst erzeugt haben; also existiert Gott, und ein vollkommener Gott betrügt nicht. Damit kehren Mathematik und Außenwelt zurück, aber getrennt: Geist ist Denken, Körper ist Ausdehnung, zwei Substanzen, die nur über die Zirbeldrüse zusammenfinden sollen. Die sechste Meditation gibt die Welt zurück und lässt den Dualismus stehen.
Der Ton ist Übungsbuch, nicht Traktat. Descartes fordert den Leser auf, mitzuzweifeln, Tag für Tag, als wäre Philosophie eine geistliche Übung. Die Klarheit der Sätze täuscht über die Härte der Trennung: Wer so beginnt, hat die Seele aus der Natur genommen und muss sie später mühsam wieder anschließen.
Einordnung
Mit den Meditationen wird das Ich zum Fundament der neuzeitlichen Philosophie – und die Kluft zwischen Geist und Körper zum Dauerproblem. Baruch de Spinoza antwortete in der Ethik mit einer Substanz statt zweier; David Hume zersetzte in der Untersuchung über den menschlichen Verstand das Ich, das Descartes für sicher hielt; Immanuel Kant verwandelte in der Kritik der reinen Vernunft den Zweifel in die Frage nach den Bedingungen, unter denen Gegenstände uns überhaupt erscheinen. Die Einwände der Zeitgenossen, die Descartes dem Buch beifügte, haben die Schwächen früh benannt: der Zirkel, Gott aus der Idee zu beweisen, die er selbst verbürgt. Das Cogito ist trotzdem der Satz geblieben, an dem die Moderne ihr Selbstbewusstsein aufhängt.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
