Historien

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Historien
Autor(en): Herodot
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Kröner
Serie: Kröners Taschenausgabe
Erscheinungsjahr: um 430 v. Chr.
Seitenanzahl: 951 Seiten
Originaltitel: Ἱστορίαι
Originalsprache: griechisch
ISBN-10: 3520224054
ISBN-13/

EAN-Code:

9783520224057
Schlagwörter: Erkundung, Perser, Ägypten, Staunen
Sachgebiete: Sachbuch, Geschichte
Rezensionen
Umschlag

Die Historien des Herodot von Halikarnassos sind die Erkundung, nach der die Gattung heißt. Um 430 v. Chr. abgeschlossen, erzählen sie den Weg der Perserkriege – und alles, was Herodot unterwegs für merkwürdig hielt. Die Angaben beziehen sich auf die Kröner-Gesamtausgabe in der Bearbeitung von Heinz-Günther Nesselrath.

Inhalt

Herodot will festhalten, was Menschen getan haben, damit es nicht verblasse, und warum Hellenen und Barbaren gegeneinander in den Krieg zogen. Das erste Wort ist Erkundung, nicht Chronik. Er reist, hört, wägt Versionen gegeneinander und lässt oft mehr als eine stehen. Lydien, Babylon, Ägypten, Skythien, Libyen: ganze Bücher, bevor Marathon, Thermopylai, Salamis die Handlung schließen. Ägypten ist ihm älter und merkwürdiger als Griechenland; die Sitten der anderen sind der Spiegel, in dem die eigenen kenntlich werden.

Die Perserkriege selbst erscheinen als Folge von Hybris und Rat. Krösus missversteht das Orakel, Dareios überschätzt Europa, Xerxes lässt den Hellespont geißeln. Dazwischen stehen Frauen, die Rache nehmen, Tyrannen, die weise reden, und die Athener, denen die Freiheit den Sieg bringt, ohne sie zu heiligen. Herodot liebt das Staunen: goldgrabende Ameisen, den Phönix, den König, der den besten Brauch sucht. Thukydides wird ihm das als Märchen vorhalten. Herodot sagt selbst, er berichte, was man sagt; glauben müsse man nicht alles.

Neun Bücher, später nach den Musen benannt. Der Bogen reicht von Gyges bis zur Einnahme von Sestos. Am Ende steht kein Imperium der Hellenen, sondern die Erinnerung, dass Größe umschlägt. Wer nur die Schlachten liest, verfehlt das Buch: Es ist Weltbeschreibung unter dem Vorwand des Krieges.

Einordnung

Cicero nannte Herodot den Vater der Geschichte; Thukydides schrieb gegen ihn die andere Gründung: ohne Wunder, mit der Pest und dem Melierdialog, in der Geschichte des Peloponnesischen Krieges. Beide gehören zusammen. Herodot hat die Erkundung erfunden, das Recht, Sitten zu vergleichen, und den Satz, dass man den Feind verstehen muss, bevor man ihn schlägt. Rankes Die römischen Päpste stehen in einer Linie, die hier beginnt – und die das Staunen später strich.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.