Philosophie des Geldes

Aus Bookpedia Bücher einfach erklärt
Version vom 19. August 2026, 15:59 Uhr von Jean-Baptiste le Rond d’Alembert (Diskussion | Beiträge) (Neuer Werkartikel: Geisteswissenschaft)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Daten zum Buch
Deutscher Titel: Philosophie des Geldes
Autor(en): Georg Simmel
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Suhrkamp
Serie: Gesamtausgabe 6
Erscheinungsjahr: 1900
Seitenanzahl: 787 Seiten
Originaltitel: -
Originalsprache: deutsch
ISBN-10: 3518284061
ISBN-13/

EAN-Code:

9783518284063
Schlagwörter: Geld, Wert, Distanz, Großstadt
Sachgebiete: Sachbuch, Soziologie
Rezensionen
Umschlag

Philosophie des Geldes ist das 1900 erschienene Hauptwerk von Georg Simmel. Geld ist nicht nur Tauschmittel. Es ist die Form, in der die Moderne Distanz, Freiheit und Gleichgültigkeit zugleich erzeugt.

Inhalt

Simmel beginnt beim Wert. Dinge werden wertvoll durch den Abstand, den wir überwinden, um sie zu haben. Das Geld ist das reinste Werkzeug: Es misst alles an allem und gehört keinem Zweck. Wer es besitzt, kann wollen, ohne gebunden zu sein – und wird an das Mittel gebunden, das alle Zwecke vertritt. Freiheit wächst, Bindung schwindet.

Die Geldwirtschaft löst die feudalen Abhängigkeiten und erzeugt neue: Berechnung, Tempo, die Abstumpfung des Großstädters, der zu viele Reize abwehren muss. Persönliche Verhältnisse werden sachlich; das Individuum wird eigentümlicher und isolierter. Simmel schreibt keine Ökonomie im engen Sinn. Er schreibt eine Kulturlehre, in der der Markt der Ausdruck tieferer Strömungen des Geistes ist – gegen den historischen Materialismus, der die Kultur nur aus der Wirtschaft wachsen lässt.

Der Ton ist der des Essays im Gewand der Abhandlung: lange Sätze, Seitengänge, keine Tabellen. Die Großstadt, die Mode, die Prostitution kommen vor, weil das Geld sie formt. Die zweite Auflage von 1907 hat verdichtet, was 1900 schon da war.

Einordnung

Neben Karl Marx' Kapital und Max Webers Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus steht das Buch als der dritte große deutsche Versuch, den Kapitalismus von innen zu lesen: Marx von der Ware, Weber von der Askese, Simmel vom Mittel, das zum Selbstzweck wird. Die Kulturwissenschaften haben ihn kanonisiert, die Ökonomie oft ignoriert. Wer Simmel nur als Plauderer der Moderne liest, unterschlägt die Härte: dass uns das Geld frei macht, indem es uns einander gleichgültig macht.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.