Der Selbstmord

Aus Bookpedia Bücher einfach erklärt
Version vom 19. August 2026, 15:59 Uhr von Jean-Baptiste le Rond d’Alembert (Diskussion | Beiträge) (Neuer Werkartikel: Geisteswissenschaft)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Daten zum Buch
Deutscher Titel: Der Selbstmord
Autor(en): Émile Durkheim
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Suhrkamp
Serie:
Erscheinungsjahr: 1897
Seitenanzahl: 484 Seiten
Originaltitel: Le Suicide
Originalsprache: französisch
ISBN-10: 3518280317
ISBN-13/

EAN-Code:

9783518280317
Schlagwörter: Anomie, Integration, Typus, Tatsache
Sachgebiete: Sachbuch, Soziologie
Rezensionen
Umschlag

Der Selbstmord (französisch Le Suicide) ist die 1897 erschienene Untersuchung von Émile Durkheim. Der Entschluss, sich zu töten, ist keine Privatsache. Er gehorcht sozialen Tatsachen.

Inhalt

Durkheim nimmt die Selbstmordziffern Europas und zeigt: Sie schwanken nicht mit Wetter und Rasse, sondern mit Bindung und Regel. Wo die Gruppe locker ist, steigt der egoistische Selbstmord – der Protestant mehr als der Katholik, der Ledige mehr als der Familienvater. Wo die Gruppe alles ist, der altruistische: der Soldat, die Witwe, die der Sitte folgt bis in den Tod. Wo die Regeln reißen – Krise, Boom, Scheidung –, der anomische. Später tritt der fatalistische hinzu, die Überregelung, aus der es kein Entweichen gibt.

Anomie ist der Schlüsselbegriff: die Regellosigkeit, in der Wünsche kein Maß mehr finden. Integration und Regulation sind die zwei Achsen. Der Selbstmord wird so zum Seismographen der Gesellschaft, nicht zum Rätsel der Seele.

Das Buch ist die Probe auf Durkheims Methode. Soziale Tatsachen sind von außen zu behandeln, wie Dinge. Statistik gegen Innerlichkeit. Die Typen sind grob, die Zahlen seiner Zeit lückenhaft. Der Gewinn liegt in der Verschiebung: Wer sterben will, tut es in einer Ordnung, die das Sterben wahrscheinlicher macht.

Einordnung

Damit ist die Soziologie als Wissenschaft aufgetreten, nicht als Moral. Neben Die elementaren Formen des religiösen Lebens steht der Selbstmord als das andere Hauptwerk: dort die Bindung im Heiligen, hier das Versagen der Bindung im Tod. Die Kritik hat die Konfessionszahlen zerlegt, die Typen vermehrt, die Psyche zurückverlangt. Wer Durkheim nur als Vater der Statistik liest, unterschlägt die These: dass die Gesellschaft im Einzelnen tötet, ohne einen Mörder zu brauchen.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.