Kritik der zynischen Vernunft

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Kritik der zynischen Vernunft
Autor(en): Peter Sloterdijk
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Suhrkamp
Serie:
Erscheinungsjahr: 1983
Seitenanzahl: 960 Seiten
Originaltitel: -
Originalsprache: deutsch
ISBN-10: 3518124277
ISBN-13/

EAN-Code:

9783518124277
Schlagwörter: Zynismus, Kynismus, Aufklärung, Aufgeklärtheit
Sachgebiete: Sachbuch, Philosophie
Rezensionen
Umschlag

Kritik der zynischen Vernunft ist das 1983 erschienene Buch von Peter Sloterdijk. Zweihundert Jahre nach Kant lautet die Diagnose: Die Aufklärung weiß, dass sie lügt, und macht weiter.

Inhalt

Zynismus ist bei Sloterdijk das aufgeklärte falsche Bewusstsein. Es hat die Ideologiekritik schon hinter sich und fühlt sich von keiner Entlarvung mehr getroffen. Der Herr lüftet die Maske ein wenig, lächelt und unterdrückt doch. Wissen ist Macht, auch so. Dagegen stellt Sloterdijk den Kynismus: Diogenes in der Tonne, die Frechheit, die nicht die Seite gewechselt hat, Körper gegen Begriff, Leben gegen Lehre.

Das Buch zieht die Linie von der Antike durch die Aufklärung in die Weimarer Republik, in der der moderne Zynismus zuerst politisch und kulturell herrschte. Deren erstes Erbe war der Faschismus, deren zweites die Gegenwart, in der Sloterdijk schreibt. Weimar ist nicht Illustration, sondern der Ort, an dem die aufgeklärte Frechheit zur Herrschaftstechnik wurde.

Der Ton ist essayistisch, lang, oft selbst gefallsüchtig. Fast tausend Seiten, zuerst zwei Bände. Die Beweisführung ist nicht die der Abhandlung, sondern die der Revue: Szenen, Figuren, Schulbeispiele. Gerade diese Unförmigkeit hat das Buch durchgesetzt.

Einordnung

Kaum ein philosophisches Buch der achtziger Jahre in deutscher Sprache hat so sehr das Feuilleton und so wenig die Schule bestimmt. Neben Theodor W. Adornos und Max Horkheimers Dialektik der Aufklärung steht es als Fortsetzung mit anderen Mitteln: nicht die Vernunft, die umschlägt, sondern die Vernunft, die durchschaut hat und bleibt. Die Kritik nennt das Buch zu gesprächig, zu männlich, ohne Politik. Der Name Zynismus als Zeitdiagnose ist trotzdem geblieben. Wer nach 1983 sagt, alle durchschauten alles und nichts ändere sich, spricht mit Sloterdijk, oft ohne ihn gelesen zu haben.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.