Tractatus logico-philosophicus

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Tractatus logico-philosophicus
Autor(en): Ludwig Wittgenstein
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Suhrkamp
Serie:
Erscheinungsjahr: 1921
Seitenanzahl: 128 Seiten
Originaltitel: -
Originalsprache: deutsch
ISBN-10: 3518100122
ISBN-13/

EAN-Code:

9783518100127
Schlagwörter: Satz, Bild, Grenze, Schweigen
Sachgebiete: Sachbuch, Philosophie
Rezensionen
Umschlag

Tractatus logico-philosophicus ist das 1921 erschienene, einzige zu Lebzeiten veröffentlichte Buch von Ludwig Wittgenstein. Es zieht der Sprache eine Grenze: Was sich sagen lässt, lässt sich klar sagen – wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.

Inhalt

Sieben Hauptsätze, darunter nummerierte Bemerkungen wie ein Gesetzbuch. Die Welt ist alles, was der Fall ist; sie ist die Gesamtheit der Tatsachen, nicht der Dinge. Der Satz ist ein Bild der Tatsache: Er zeigt, wie es sich verhält, indem seine Elemente den Gegenständen entsprechen. Was die Logik betrifft, das zeigt sich am Satz, es wird nicht behauptet. Deshalb sind die Sätze der Metaphysik, der Ethik, des Ästhetischen keine Sätze im strengen Sinn – nicht falsch, unsinnig als Behauptung, bedeutsam als das, was sich zeigt.

Die Physik darf reden, die Mystik nicht. Wittgenstein steigt die Leiter hinauf und stoßt sie um: Wer ihn verstanden hat, erkennt seine Sätze als unsinnig, nachdem er durch sie hindurchgesehen hat. Der Schluss ist der berühmteste Satz der Philosophie des 20. Jahrhunderts und eine Anweisung: schweigen.

Der Ton ist karg, numeriert, ohne Beispielreichtum. Geschrieben in Notizbüchern des Ersten Weltkriegs, gedruckt mit Russell-Vorwort, das Wittgenstein hasste, weil es den Text zur Logiktheorie machte. Wer nur die Bildtheorie nimmt, kennt das Werkzeug; wer das Schweigen auslässt, kennt die Pointe nicht. Ethik und Gott fallen nicht weg, sie fallen aus der Sprache.

Einordnung

Der Tractatus hat den Wiener Kreis zur Bibel genommen und Wittgenstein zur Verzweiflung, weil die Positivisten das Mystische strichen, um das Sagbare zu behalten. Die Philosophische Untersuchungen brechen später mit der Bildtheorie und setzen das Sprachspiel an ihre Stelle – derselbe Autor als schärfster Kritiker. Arthur Schopenhauers Die Welt als Wille und Vorstellung steht im Hintergrund der Welt als Vorstellung und des Ethischen jenseits; Martin Heideggers Sein und Zeit sucht dasselbe Ungesagte mit anderem Hammer. Die Kritik nennt den Text selbstwidersprüchlich: Er sagt, was er für unsagbar erklärt. Wittgenstein hat das gewusst und die Leiter trotzdem gebaut.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.