Der Staat
| Daten zum Buch | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Der Staat |
| Autor(en): | Platon |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | Reclam |
| Serie: | |
| Erscheinungsjahr: | |
| Seitenanzahl: | 579 Seiten |
| Originaltitel: | Πολιτεία |
| Originalsprache: | griechisch |
| ISBN-10: | 3150195128 |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783150195123 |
| Schlagwörter: | Gerechtigkeit, Höhlengleichnis, Philosophenkönig, Polis |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Philosophie |
| Rezensionen | |
Der Staat (griechisch Politeia) ist der um 380 vor Christus entstandene Dialog von Platon. Er fragt, was Gerechtigkeit sei, und antwortet mit einer Stadt, in der Philosophen herrschen – und mit dem Bild der Höhle, aus der kaum einer steigt.
Inhalt
Sokrates sucht die Gerechtigkeit zuerst in der Seele und baut, weil sie dort zu klein erscheint, eine Stadt als vergrößertes Bild. Drei Stände entsprechen drei Seelenteilen: die Nährenden der Begierde, die Wächter dem Mut, die Herrschenden der Vernunft. Gerechtigkeit heißt, dass jeder das Seine tut und keiner in das Amt des anderen greift. Die Herrschenden sollen Philosophen sein, weil nur wer das Gute kennt, es nicht mit Nutzen verwechselt. Damit das Gefüge hält, darf man der Menge eine nützliche Unwahrheit erzählen: die Edelsteine in den Seelen, die den Stand erklären.
Der Weg dorthin ist Lehre, nicht Machtkampf. Die Gleichnisse von Sonne, Linie und Höhle zeigen, was Bildung heißt: Abkehr von den Schatten an der Wand, Schmerz beim Licht, die Pflicht, wieder hinabzugehen. Die Wächter leben ohne Privateigentum und ohne eigene Familie; Frauen der Wächterklasse werden wie die Männer erzogen. Am Ende steht der Verfall: Timokratie, Oligarchie, Demokratie, Tyrannis – jede Verfassung erzeugt die nächste aus ihrem Übermaß. Der gerechte Mann ist unglücklicher als der Tyrann, wenn man nur auf Lohn sieht; glücklicher, wenn die Seele Ordnung hat.
Der Ton ist Gespräch und Bau zugleich. Sokrates treibt die Partner in Zustimmungen, aus denen eine Stadt wächst, die niemand so gewollt hat, und die er selbst als Muster in der Seele gelten lässt, nicht als Bauplan für Athen. Die Prosa ist klar, die Bilder hart: Höhle, Schiff, die Bestie Volk. Wer das Buch als Lehrbuch der Politik liest, verfehlt den Dialog; wer es nur als Mythos liest, verfehlt die Strenge, mit der hier Rangordnung begründet wird.
Einordnung
Kein antikes Buch hat die politische Philosophie so lange gehalten und so scharf angegriffen. Aristoteles schrieb die Nikomachische Ethik gegen die Abgehobenheit der Idee; Jean-Jacques Rousseau nahm den Gemeinwillen aus anderem Holz in Vom Gesellschaftsvertrag; John Rawls stellte in Eine Theorie der Gerechtigkeit die Fairness an die Stelle der Stände. Karl Popper las die Politeia in Die offene Gesellschaft und ihre Feinde als Programm einer totalitären Gerechtigkeit: Stände, Führertum, Lügen der Herrschenden, Feindschaft gegen den Wandel. Die Altertumswissenschaft hat Platon oft schonender gezeichnet, als Popper ihn braucht; die Probe, die das Buch an jeder Lehre vollzieht, bleibt: ob Kritik offenbleibt oder im Namen des Guten verstummt. Der Philosophenkönig ist die Verführung und der Skandal des Textes.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
