Autor:Tony Judt
Tony Judt (1948–2010), im Londoner East End geboren, hat dem Nachkriegseuropa die Meistererzählung geschrieben, die den Kontinent nicht als Siegeszug der Freiheit erzählt, sondern als mühsame Erfindung von Ruhe. Die Geschichte Europas von 1945 bis zur Gegenwart erschien englisch als Postwar; die Weltwirkung liegt auf diesem einen Band und auf den späten Essays der Krankheit.
Leben
Jüdische Familie, zionistische Jugend, der Sechstagekrieg, der den Glauben an den Staat Israel zerbrach, dann Cambridge, Paris, New York. Judt gründete an der New York University das Remarque-Institut; der Umweg über Amerika erklärt das Buch: Wer Europa von außen erzählt, sieht Ost und West in einem Band. 2008 die Diagnose der Amyotrophen Lateralsklerose; er diktierte weiter und starb in Manhattan.
Wirkung
Judt hat 1945 zum Anfang gemacht und das Gedächtnis zum Thema: Wohlstand, Wohlfahrtsstaat, das lange Schweigen, 1989, die Erweiterung, die Unruhe danach. Das Buch ist enzyklopädisch und parteilich zugunsten der sozialen Demokratie, die er schwinden sah. Es wurde zum Standardwerk einer Generation von Lesern, die den Kalten Krieg noch kannten und die Erweiterung schon nicht mehr verstanden.
Die Essays über Israel und über den Zustand der Linken haben Freundschaften gekostet und den Historiker zum öffentlichen Streiter gemacht. Wer Judt nur als Nostalgiker der Nachkriegsordnung liest, unterschlägt die Schärfe gegen die Selbstzufriedenheit des Westens. Postwar bleibt das Buch, neben dem jede neue Europageschichte stehen muss – bewundernd oder gegen den Strich.
Werke
In Auswahl außerdem: Das vergessene 20. Jahrhundert, Dem Land geht es schlecht, Nachdenken über das 20. Jahrhundert.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.